Wardenburg Vor welchen Herausforderungen wird Wardenburg in den nächsten dreißig Jahren stehen? Wie kann der Ort attraktiv und lebenswert bleiben? Fragen wie diesen hat sich die vierköpfige Projektgruppe Zukunft gewidmet und in Workshops zu verschiedenen Themen weitere Bürger mit ins Boot geholt. Aktiv beteiligt an dem Bürgerprozess waren auch Neuntklässler der IGS Am Everkamp. In einer Ausstellung werden die Ergebnisse seit Mittwoch im Rathaus präsentiert, auch der Ausschuss für Wirtschaft und Kultur beschäftigte sich in seiner Sitzung am Mittwoch damit und beschloss, jene Aufgaben, die im Bürgerprozess priorisiert wurden, jetzt konkret weiter zu verfolgen.

Zehn Themen haben sich als besonders wichtig herauskristallisiert: An erster Stelle steht die Erhaltung und Entwicklung grüner Naherholungsräume, gefolgt von dem Wunsch eines Konzepts zur Wohn- und Quartiersentwicklung und der Optimierung der Straßenführung im Ortskern. Auch einen Angebotsmix im Ortskern und einen Aufenthaltsort für Jugendliche fanden die Beteiligten wichtig für eine lebenswerte Zukunft. Der Gedanke eines Technischen Gründerzentrums mit Schwerpunkt Medizin schaffte es auf Platz 6. Dahinter steht das Ziel, neue Arbeitsplätze in Zukunftsbranchen zu schaffen. Dabei könne man vom Medizinstandort Oldenburg profitieren, so die Idee.

Den demografischen Wandel nicht als diffuse Gefahr zu sehen, sondern den Blick nach vorne zur richten und „die Zukunft zu denken“, sei die Herausforderung gewesen, beschrieb es Werner Albrecht von der Projektgruppe Zukunft im Rahmen der Aussstellungseröffnung.

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Das ist die „Projektgruppe Zukunft“

Begleitet von der Arbeitsgruppe für Regionale Struktur- und Umweltforschung (ARSU) in Oldenburg haben Werner Albrecht, Hans-Günter Gramberg, Detlef Hagen und Hajo Roßkamp von der „Projektgruppe Zukunft“ seit September 2016 Visionen und Perspektiven für Wardenburg erarbeitet.

Unterstützt wurden sie dabei von interessierten Wardenburgern, die in Workshops ihre Vorstellungen vom künftigen Leben im Ort einbringen konnten.

Unter der Leitung von Lehrerin Katharina Muhle sind Neuntklässler der IGS mit einem mehrtägigen Projekt eingebunden worden.

Was alle überrascht habe: Die Ideen und Wünsche der Älteren und der Schülergeneration sei in fast allen Punkten deckungsgleich gewesen. Ein paar zusätzliche Anregungen allerdings haben die Jugendlichen: Sie wünschen sich freies W-Lan, ein Kino vor Ort und auf junge Kunden spezialisierte Einkaufsmöglichkeiten. Zum Abschluss plädierte Werner Albrecht an die Verwaltung: „Demografischer Wandel – das sind nicht nur neue Baugebiete. Dabei geht es auch ums Zusammenleben und ums Erleben. Deshalb unsere herzliche Bitte: Beschäftigen Sie sich mit unseren Vorschlägen.“

Die Verwaltung werde die vorrangigen Punkte nun weiterverfolgen und den Fachbereichen thematisch zuordnen, erklärte Bürgermeisterin Martina Noske in der anschließenden Sitzung des Wirtschaftsausschusses. Gleichzeitig werde überlegt, welche Akteure von außen mit in die weitere Planung integriert werden könnten. Bis vor Ostern sind die Planungsergebnisse im ersten Stock des Rathauses öffentlich ausgestellt.

Anke Brockmeyer Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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