Ganderkesee Alle sechs Jahre wählen die Mitglieder der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Ganderkesee ihre Kirchenältesten. Für den Gemeindekirchenrat müssen 14 Personen gewählt werden: Acht für die drei Pfarrbezirke in Ganderkesee, drei für Stenum und weitere drei für Bookholzberg. „Es ist uns gelungen, ausreichend Kandidaten zu finden“, sagte Pastorin Susanne Bruns. Für die Wahl sei die anderthalbfache Zahl an Kandidaten nötig.

Susanne Bruns und ihre Kolleginnen Uta Brahms und Irene Schlawin sowie Eckhard Dreyer aus Stenum und Hannes Koch aus Bookholzberg rechnen mit einem „Umbruch“ im Gemeindekirchenrat: Viele Kirchenälteste hätten zwölf bis 18 Jahre lang mitgemacht, sagte Susanne Bruns. „Es gibt viele neue Gesichter.“ Die Pastoren und die Kirchenältesten haben mögliche Bewerber angesprochen.

Pastor Dreyer aus Stenum geht in den Ruhestand

Pastor Eckhard Dreyer aus Stenum geht Ende Mai in den Ruhestand. Noch wissen der 62-Jährige und die vier anderen Pastoren aus der evangelischen Kirchengemeinde Ganderkesee nicht, ob die Stelle wieder besetzt wird. „Wir hoffen, dass die Stelle ausgeschrieben wird“, sagte Eckhard Dreyer. Das werde sich im Mai entscheiden.

Die Pastoren müssen bis zu einer möglichen Neubesetzung der Pfarrstelle Gottesdienste, Trauungen, Taufen und Beerdigungen in Stenum übernehmen. „Die Vakanzverwaltung muss laufen, weil Pastor Dreyer geht, egal ob die Stelle besetzt wird oder nicht“, sagte Irene Schlawin.

Auch andere Projekte, in die die neu gewählten Kirchenältesten einbezogen werden, stehen an. Dazu gehört die Reparatur der Orgel in der Bookholzberger Kirche.

Unter den Kandidaten sind Männer und Frauen ebenso wie ältere und jüngere Leute. In Ganderkesee kandidiere eine 18-Jährige, die in der Jugendarbeit aktiv sei, sagte Uta Brahms. Ein kompletter Wechsel steht in Bookholzberg an: „Alle Kirchenältesten werden neu sein“, berichtete Pastor Koch. Drei weitere Mitglieder des Gremiums werden von den Pastoren berufen. Dabei könnten die Fachkompetenz oder der Wohnort eine Rolle spielen, sagte Bruns. Auch die Kandidaten, die nicht gewählt werden, arbeiten in den Gremien mit, haben aber kein Stimmrecht.

Die Kirchenältesten sind in den Bezirksausschüssen der Pfarrbezirke aktiv. Sie beschäftigen sich mit Baumaßnahmen an Kirchengebäuden, Friedhofsangelegenheiten und Personalfragen, etwa in den Kindertagesstätten. „Es ist ähnlich wie in der Politik. In den Ausschüssen läuft die Vorarbeit, im Gemeindekirchenrat wird abgestimmt“, erläuterte Irene Schlawin.

Nach den Gottesdiensten am Sonntag, 11. März, wird von 11 bis 17 Uhr gewählt. Rund 12 000 Gemeindemitglieder sind wahlberechtigt, darunter erstmals auch Jugendliche ab 14 Jahren. Briefwahl ist ebenfalls möglich. In der Vergangenheit stimmten allerdings nur wenige Mitglieder ab. Die Wahlbeteiligung habe zwischen zehn und 15 Prozent gelegen, sagte Susanne Bruns. Alle Wahlberechtigten werden angeschrieben, außerdem hat die Kirchengemeinde eine Werbekampagne gestartet. Zudem sollen die Kandidaten im Gemeindebrief vorgestellt werden.

Antje Rickmeier Redakteurin / Redaktion Ganderkesee
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