Landkreis /Sage Worauf kommt es in der Zukunft in Deutschland und Europa an? Für Wolfgang Bosbach, wortgewandter und streitbarer Bundestagsabgeordneter der Union, ist dieses Thema eine Steilvorlage, um seine Ansichten über eine wieder neu aus den Fugen geratenden Welt kundzutun.

CDU-Bundestagskollegin Astrid Grotelüschen freute sich, als Vorsitzende der MIT Oldenburg Land, ihren Landsmann mit dem rheinländischen Frohmut und der Kölle-Schlagfertigkeit im hohen Norden begrüßen zu dürfen.

„Ich bin das erste Mal hier bei meiner fleißig arbeitenden Bundestagskollegin und ich bin gern hier“, führte sich Bosbach sich bei der Jahreshauptversammlung der Mittelstandsvereinigung der Union am Sonnabend im Haaster Krug in Sage ein.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Frieden, Hoffnung, Freiheit, Wohlstand und ein Kriegsende, das 70 Jahre zurückliege, sollten jeden glücklich stimmen. „Aber die Welt scheint aus den Fugen zu geraten. Und dennoch haben wir in Deutschland bei allen Problemen immer noch Glück, hier arbeiten und leben zu dürfen“, hob Wolfgang Bosbach hervor. „Das ist unseren Eltern und Großeltern zu verdanken. Wiederaufbauer, Mittelständler und Menschen, die Wohlstand bis heute ermöglicht haben.“

„Wir dürfen die Menschen nicht enttäuschen, die ein hohes Maß an Partei-Verdrossenheit zeigen, aber nicht an der Politik“, mahnte Bosbach an. Dazu gehöre auch, um unterschiedliche Meinungen zu ringen. Das Wort alternativlos gebe es nicht.

Er sprach vom Erfolg der Wiedervereinigung, vom Ukraine-Konflikt, nur zwei Flugstunden entfernt, und dem damit verbundenen Versuch, erstmals Grenzen nach dem II. Weltkrieg mit militärischen Mitteln neu zu ziehen. „Das können wir auf gar keinen Fall zu lassen. Neue Länder hätten sich nach dem Zerfall der Sowjetunion gefunden, „aber nur, weil die Bevölkerung es so wollte.“

Die Ausbreitung des Islamischen Staates, 51 Mio. Flüchtlinge weltweit und die Aufnahme von rund 300 000 Flüchtlingen in diesem Jahr sprach Bosbach ebenso an wie die Zuwanderung. Zuwandern ja, aber nur nach der Rechtsordnung der BRD. „Hier bei uns gilt nicht die Scharia. Wer das meint, hat sich das falsche Land ausgesucht“, sagte Bosbach.

Und auch das Griechenlandthema ließ er nicht aus, ein Land, für das er angesichts der Schulden kaum eine Möglichkeit sieht. Bosbach: Immer nur neue Kredite kaufen, bringe zwar Zeit, aber helfe nicht. Im Umkehrschluss gelte dass auch hierzulande. Er mahnte, den Generationen nicht einen noch größeren Schuldenberg zu vererben und das Prinzip Handlung und Haftung nicht aufzuweichen. „Zwei Dinge, die zusammengehören.“

Nach den Abschiedsworten „Glück auf!“ leitete Astrid Grotelüschen zu den Regularien über. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurde der MIT-Vorstand wiedergewählt.

Erneut erhielt Grotelüschen das Vertrauen als erste Vorsitzende. Stellvertreter sind Anne-Marie Glowienka und Ingo Hermes, Schatzmeister Bernd Wintermann, Beisitzer Gregor Holtrup, Ralf Wessel und Stefan Wachholder.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.