Falkenburg /Hude Eigentlich ist der Sozialverband Deutschland (SoVD) – früher bekannt als Reichsbund – in der Gemeinde Ganderkesee gut aufgestellt: Während die Organisation in den meisten anderen Kommunen des Landkreises Oldenburg gar nicht präsent ist, gibt es hier mit Ganderkesee, Grüppenbühren-Bookholzberg und Falkenburg gleich drei Ortsverbände.

Noch – denn die Falkenburger wollen ihre Eigenständigkeit aufgeben und streben die Fusion mit dem SoVD-Ortsverband in der Nachbargemeinde Hude an. Darüber entscheiden die Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung am Sonntag, 22. März, ab 15 Uhr in der Waldschänke am Fernsehturm in Steinkimmen.

Hintergrund ist ein Mangel, der nicht nur im sozialen Bereich zunehmend die Vereinsarbeit gefährdet: Es sind nicht mehr genügend Mitglieder bereit, Arbeit und Verantwortung im Ehrenamt zu übernehmen. „Wir werden ja alle nicht jünger“, sagt Hans-Dieter Haschen, Ortsvorsitzender des SoVD in Falkenburg. Ihm fehlt nach dem Tod des 2. Vorsitzenden Helmut Paul im vergangenen Jahr eine wesentliche Unterstützung.

Auch der SoVD Hude, der mit 192 Mitgliedern deutlich größer ist als der Ortsverband Falkenburg (53 Mitglieder), hat derzeit keinen 2. Vorsitzenden. Der 1. Vorsitzende Hartmut Ahrens hofft, dass er den Vorstand bei der Jahreshauptversammlung am 28. März im Vielstedter Bauernhaus (Beginn ist um 15 Uhr) wieder komplett besetzen kann, möglicherweise auch mit Verstärkung aus Falkenburg. Ahrens will bei der Versammlung der Falkenburger um ehrenamtliche Mitarbeit werben.

In beiden Ortsverbänden gehen die Verantwortlichen sicher davon aus, dass die Fusion beschlossen wird. Schließlich arbeiten der SoVD in Hude und Falkenburg schon seit Jahrzehnten eng zusammen und organisieren ihre Fahrten und Veranstaltungen gemeinsam. „Wir kennen uns alle sehr gut“, betont Hans-Dieter Haschen.

Die Fusion bereits hinter sich hat der Sozialverband in Ganderkesee: Hier schloss sich der Ortsverband im November mit dem SoVD in Wildeshausen zusammen. In diesem Fall lagen die Defizite indes in der Kreisstadt: In Wildeshausen fanden sich zuletzt keine Ehrenamtlichen mehr, die sich für den Sozialverband engagieren wollten, die Verbandsarbeit vor Ort war praktisch eingeschlafen. Durch die Fusion ist der Ortsverband Ganderkesee nun auf 410 Mitglieder angewachsen – rund 130 kamen aus Wildeshausen hinzu.

„Auch diesen Mitgliedern stehen unsere Angebote jetzt offen“, sagt der Ganderkeseer Vorsitzende Gerold Porth. „Alle wurden persönlich angeschrieben.“ Neben zwei Ausflügen pro Jahr lädt der SoVD in Ganderkesee zu geselligen Veranstaltungen wie dem Kohl- und dem Fischessen ein und trifft sich monatlich zum Spielen und Klönen – das nächste Mal wieder am kommenden Dienstag, 18. Februar, ab 15 Uhr im Oldenburger Hof. „Das Interesse an unseren Veranstaltungen ist da“, freut sich Porth über stets großen Andrang.

Rege Beteiligung verzeichnet der SoVD auch im Ortsverband Grüppenbühren-Bookholzberg. Den 170 Mitgliedern werden Fahrten und Veranstaltungen geboten und alle Vorstandsposten sind besetzt. Zwar scheidet die langjährige Vorsitzende Maria Diedrich nun aus gesundheitlichen Gründen aus, aber mit ihrem Stellvertreter Rolf Behrens steht schon ein Kandidat für die Nachfolge bereit.

Hergen Schelling Leitung / Redaktion für den Landkreis Oldenburg
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