Frage: Herr Harms, wie beurteilen Sie den Auftritt und des Wahlergebnis für das neue Führungsduo Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans?

Harms: Der Auftritt von Norbert Walter-Borjans war richtig gut. Er hat die Delegierten mitgerissen. Das merkte man am großen Applaus. Es gab Standing Ovations und viele Genossen waren regelrecht begeistert. Mit der Aussage, sie wolle „schwedische Verhältnisse“ auf dem Arbeitsmarkt, hat mich auch Saskia Esken überzeugt.

Frage: Was sind denn die wichtigsten Botschaften des Parteitags?

Harms: Der Parteitag hat sich inhaltlich gedreht. Nachdem zunächst vor allem die Jusos für ein sofortiges Ende für die Große Koalition plädiert haben, gibt es nun einen großen Vertrauensvorschuss für die neue Parteiführung, die in den Gesprächen mit der Union etwas rausholen soll.

Frage: Was wäre das denn?

Harms: Es geht vor allem um drei Punkte. Erstens: Wir müssen mehr für den Klimaschutz tun. Zweitens: Der Staat muss mehr investieren – und zwar in Brücken, Schulen oder neuen Wohnraum. Da reicht schon ein Blick auf den Wohnungsmarkt in Wildeshausen, um zu sehen, dass die Forderung berechtigt ist. Und drittens: 12 Euro Mindestlohn. Da kann ich überall voll mitgehen. Übrigens: Einen Linksruck, von dem viele Medien sprechen, kann ich dabei nicht erkennen.

Frage: War das denn die „Aufbruchstimmung“?

Harms: Ja, ganz klar. Das war an der Atmosphäre im Saal deutlich zu spüren. Aus meiner Sicht ist ein Ruck durch die Partei gegangen.

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Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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