Dötlingen Die Wahl zum Dötlinger Gemeinderat im Jahr 2011 war ein Paukenschlag gewesen. Auf einmal war das Dötlinger Drei-Parteien-System aus CDU, SPD und FDP auseinandergeflogen. Bündnis 90/Die Grünen zogen bei ihrem Wiederantritt nach langen Jahren mit 15,3 Prozent und drei Sitzen überraschend deutlich in den Rat ein.

Derartige Erdrutsche sind am kommenden Sonntag, 11. September, nicht zu erwarten, denn außer den vier genannten Parteien treten keine weiteren an. Spannend ist die Frage, ob und wie sich die Verhältnisse im Dötlinger Rat ändern. Bisher ist die CDU mit sieben Sitzen stärkste Kraft, die SPD hat fünf Sitze, FDP und Grüne je drei. Als 19. Mitglied kommt Bürgermeister Ralf Spille (CDU) dazu.

Von den 18 Plätzen im Dötlinger Rat werden definitiv mindestens drei neu besetzt werden. Die derzeitigen Ratsmitglieder Torsten Schwarting (CDU), Gerrit Meyer (SPD, Bürgermeisterkandidat in 2014) und Sarah Orth (Grüne) kandidieren nämlich nicht mehr. Im Umkehrschluss heißt das: 15 der aktuellen Ratsmitglieder wollen sich weiter ab 1. November in der Kommunalpolitik engagieren, darunter die Vorsitzenden aller vier Fraktionen.

Mit 32 Kandidaten ist die Auswahl etwas kleiner als in 2011. Rund ein Drittel sind Frauen (genau elf). Der jüngste Kandidaten ist Jahrgang 1997, der älteste Jahrgang 1941. Mit zehn Vorschlägen ist die Wahlliste der CDU am längsten. Es folgen die SPD mit acht sowie die FDP und die Grünen mit jeweils sieben.

Wahlberichtigt sind bei der Ratswahl 5196 Dötlinger – das sind rund 200 mehr als vor fünf Jahren. Für 85 Personen ist es der erste Urnengang. Unter den Wahlberechtigten sind 197 EU-Bürger.

Bei der Wahlbeteiligung lag Dötlingen 2011 bei 57,1 Prozent, in 2006 bei 56,2 Prozent. Bei der Briefwahl zeichnet sich ein Zuwachs ab. Schon jetzt haben rund elf Prozent diesen Weg der Stimmabgabe beantragt. Am Donnerstagabend hatten bereits 568 Personen ihre Unterlagen erhalten. Vor fünf Jahren waren es insgesamt 7,5 Prozent.

Am Sonntagabend werden die Ergebnisse bei der Wahlparty im alten Feuerwehrhaus hinter dem Rathaus wie gewohnt präsentiert. 65 Helfer in den Wahllokalen und zwölf Personen im Rathaus sind insgesamt im Einsatz.

Ulrich Suttka Kanalmanagement / Redakteur
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