Dötlingen Der CDU-Gemeindeverband Dötlingen hat eine neue Spitze: Mittwochabend ist während der Jahreshauptversammlung die bisherige Schriftführerin Beate Wilke zur Vorsitzenden gewählt worden.

„Platz für Jüngere“

Überraschend war der Partei- und Fraktionsvorsitzende Willi Niehoff nicht erneut zur Kandidatur angetreten. Sechs Jahre hatte er den Vorsitz inne. „Nun möchte ich Platz für Jüngere machen, damit für die nächste Kommunalwahl ein gut eingearbeitetes Team zur Verfügung steht. Denn ich werde nicht erneut zur Wahl antreten.“

Nachdem Wilke das Vertrauen der CDU-Basis erhalten hatte, wurde in Abwesenheit Sascha Henning zum neuen Schriftführer gewählt. Für den verstorbenen Beisitzer der Senioren-Union im Vorstand, Wolfram Specht, wählten die Mitglieder Heiner Vosteen, der in der Senioren-Union auch den Posten des stellvertretenden Vorsitzenden übernehmen wird.

Versammlungsleiter Jens Heinefeld bedankte sich mit einem Präsent bei Niehoff für eine erfolgreiche Arbeit. 2006 habe er zusammen mit Anke Spille Niehoff für die Gemeinderatsarbeit interessiert. Er wurde als parteiloser Kandidat in den Rat gewählt und später Vorsitzender.

Eine besondere Ehrung stand an dem Abend ebenfalls an: 50 Jahre ist Walter Kirk Mitglied der CDU. Er ist 104 Jahre alt und wurde durch seine Tochter Gabriele Teichmann vertreten, da er selbst nicht erscheinen konnte. 25 Jahre in der Dötlinger Union sind ferner Dirk Holtmann und der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Gernot Kuhlmann, der nicht an der Versammlung teilnahm.

Grotelüschen zu Gast

Kritische Worte gab es an dem Abend ebenfalls: Detlef Burghard, der seit 20 Jahren CDU-Mitglied ist, in Delmenhorst arbeitet und selbst schon einmal einen Gemeindeverband führte, betonte: „Ich fühle mich hier in Dötlingen nicht gut informiert.“ Heinefeld schlug deshalb vor, künftig die Vorstandssitzung in öffentliche und nichtöffentliche Teile aufzusplitten. Dem folgte die Versammlung einstimmig.

Eingangs war Niehoff in seinem Jahresbericht, geprägt durch die beiden Wahlen auf Landes- und Bundesebene, tief in die Ratsarbeit eingetaucht. Schuldenfreiheit sowie hohe Kosten für Kitas und Schulen waren dabei nur einige Stichpunkte bei einem planerischen Fehlbedarf von 1,4 Millionen Euro, als Kennzeichen für den Haushalt 2018. „Wahrscheinlich werden wir am Ende viel besser dastehen wie im Vorjahr auch.“

Vom langwierigen Findungsprozess der neuen Bundesregierung berichtete während der Versammlung die CDU-Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen aus Ahlhorn. Gestreift wurden auch Themen wie Breitbandausbau und Pflege.

Kreisverbandsvorsitzender Dirk Vorlauf berichtete dagegen über die Umstrukturierung der Kreisgeschäftsstelle und die Initiative, künftige Kandidaten für den Landtag finanziell besser zu unterstützen.

Unterm Strich zeigten sich die gut 20 erschienenen Gemeindeverbandsmitglieder diskussionsbereit und wissbegierig – Grotelüschen wurde daraufhin zu einem weiteren Gesprächsabend nach Dötlingen eingeladen.

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