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Dötlingen Die Diskussion läuft bereits seit gut einem Jahr: Um Themen wie Energiesparen und Klimaschutz den Bürgern näher zu bringen, will der Arbeitskreis „Energieeffizientes Dötlingen (EED)“ die Öffentlichkeitsarbeit verbessern. Im Dorf Dötlingen oder in anderen Orten sollen Infotafeln aufgestellt werden. Der Umwelt- und Energieausschuss zog am Donnerstag einen vorläufigen Schlussstrich unter die Debatte: Mit zwei Ja-, bei einer Nein-Stimme und einer Enthaltung empfahl das Gremium, zunächst fünf Tafeln im Dorf Dötlingen zu installieren und dafür Fördermittel aus dem „Leader“-Programm zu beantragen.

Klimaschutzmanager Lars Gremlowski und Claudia Körner von der Bremer Agentur „Ecolo“ stellten die zwei Varianten vor:   Fünf kleinere Infotafeln, etwa 40 mal 60 Zentimeter groß, die an fünf touristisch attraktiven Plätzen im Dorf Dötlingen aufgestellt werden. Dort wären unter anderem Kinder mit Sprechblasen wie „Ich finde es richtig blöd, wenn Erwachsene mit Plastiktüten einkaufen“ und Grafiken zu sehen. Kinder, die vor Ort leben, hätten ein hohes Identifikationspotenzial, so Körner.   Zweitens: drei große Umwelt-Landkarten, 150 Zentimeter hoch und 200 Zentimeter breit, die einen Klima-Wandelpfad durch die Gemeinde beschreiben. Die Kosten lägen bei beiden Varianten bei rund 9100 Euro.

Gremlowski sprach von einem „ersten Schritt“; weitere Infotafeln könnten folgen. Dafür warb auch Ausschussmitglied Marina Becker-Kückens. Die Chancen, an „Leader“-Mittel zu kommen, stünden gut. Man sollte gleich mehr Schilder beantragen, die später andernorts aufgestellt werden. Da zuerst Kinder angesprochen werden sollen, sei die erste Variante zu bevorzugen. Damit konnte sich auch Insa Huck (SPD) anfreunden.

Ganz anderer Meinung war Gabriele Roggenthien (Grüne): Das konkrete Ziel dieser Aktion sei nicht klar. „Wen wollen wir informieren: Bürger oder Touristen?“ Das Dorf Dötlingen sei ohnehin „gespickt mit Schildern“. Es sei unsensibel, in der jetzigen Phase, in der viele Dötlinger wegen des geplanten Kultur-Pavillons im Dorfgarten schon „auf 180“ seien, weitere Tafeln aufzustellen. Sinnvoller sei es, das Geld direkt in den Klima- oder Naturschutz zu stecken, argumentierte Roggenthien. Wieland Garms (FDP) meinte, man solle das Projekt zurückstellen und im Zusammenhang mit dem Tourismuskonzept diskutieren.

Dagegen wandte sich Ausschussvorsitzende Beate Wilke (CDU). „Es soll vorangehen“, sagte sie und ließ über die Vorlage abstimmen. Mit knapper Mehrheit sprach sich der Ausschuss für den Kauf der kleinen Tafeln aus. In der Fragestunde machten Bürger nochmals Bedenken geltend. Marianne Steinkamp (Nabu) empfahl Schilder aus recyceltem Kunststoff. Dr. Folkhard Steenken forderte, auch einmal Schilder abzubauen. Bauamtsleiter Uwe Kläner wies darauf hin, dass im Zuge der Dorferneuerung 50 Prozent der Schilder entfernt wurden.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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