Brettorf /Hockensberg Die Gemeinde Dötlingen will die Planungen für ein interkommunales Gewerbe- und Industriegebiet auf rund 24 Hektar in Hockensberg zwischen der B 213 und der Straße Brakland fortsetzen. So lautete die Empfehlung des Bau-, Straßen- und Verkehrsausschusses am Donnerstagabend in Brettorf.

Dabei war das Abstimmungsergebnis sehr ungewöhnlich für Dötlinger Verhältnisse. Die Mehrheit für die Standortvariante A (Brakland) bestand aus den zwei Stimmen der CDU-Ratsherren Willi Niehoff und Gernot Kuhlmann. Für die Standortvariante B, weiter nordöstlich an der B 213 in Hockensberg (Kellersberg), stimmte FDP-Ausschussmitglied Dierk Garms.

Hans-Dieter Posch (SPD) und Sarah Orth (Grüne) enthielten sich. Sie hatten zuvor deutlich gemacht, dass das Thema in ihren Fraktionen sehr umstritten war und man nicht auf einen Nenner gekommen sei. So enthielt sich Posch, wobei der „größte Teil seiner Fraktion“ für das Gebiet Brakland sei.

Entscheidend ist nun die Ratssitzung am 23. Juni. Der Ausschuss hat nur empfehlenden Charakter. Da sich Willi Niehoff seitens der CDU klar für Brakland aussprach und der größte Teil der SPD derzeit ebenfalls dafür ist, sieht es aktuell nach einer Mehrheit für die Fortsetzung der Planung aus.

Von der FDP wird Brakland klar abgelehnt. „Für uns ist ausschlaggebend: Wir können nicht ein ganzes Dorf gegen uns aufbringen“, sagte Dierk Garms. Auch in der Einwohnerfragestunde mit rund 40 Zuhörern war wieder deutlich geworden, dass die Hockensberger alles tun werden, um das Gebiet vor ihrer Haustür erneut zu verhindern.

Garms deutete an, dass ein Gewerbegebiet Brakland auch finanziell ein Schaden für die Gemeinde werden könnte. Es könnte den Abzug eines größeren Gewerbesteuerzahlers aus Hockensberg bedeuten. ,Das wäre ein herber Verlust“, warnte der Liberale.

Vor der Abstimmung hatte Planer Thomas Aufleger ausführlich die beiden Standortvarianten verglichen. Die Kernaussage: Beide Standorte sind grundsätzlich möglich.

Ulrich Suttka Kanalmanagement / Redakteur
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