Dötlingen /Neerstedt Sollte für die Nutzung des Hauses der Generationen in Neerstedt am Schulweg 1 b, in das das Kirchenbüro und das Jugendhaus einziehen, ein Nutzungsentgelt anfallen? Thore Güldner findet nicht – und hat deshalb während der jüngsten Gemeinderatssitzung im Landhotel Dötlingen beantragt, dass keine Gebühren anfallen.

Die fünf Ja-Stimmen kamen aus seiner SPD-Fraktion. Die weiteren Mitglieder stimmten jedoch dagegen, der Antrag wurde somit abgelehnt. „Wir wollen das Haus voll kriegen“, begründete Güldner seinen Antrag. Somit müsse die „Barriere“ tief gesetzt werden.

Bedenken der SPD

Fraktions-Kollegin Ute Ziemann äußerte Bedenken, ehrenamtlichen Vereinen wie „Wi helpt di“ – der Dötlinger Verein setzt sich vor allem für Senioren in der Gemeinde ein – für die Nutzung Geld abzunehmen. „In Einzelfällen können wir noch nachjustieren“, entgegnete Gernot Kuhlmann (CDU). Auch angesichts der Haushaltslage müsse Geld genommen werden.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

„Wenn wir keine Gebühren nehmen würden, hätte ich Bauchschmerzen“, sagte Wieland Garms. Es würde problematisch, beispielsweise die ersten sechs Monate die Räume kostenlos anzubieten, um dann Gebühren zu erheben, gab der FDP-Ratsherr zu bedenken, und stimmte damit Bürgermeister Ralf Spille zu: „Erst nichts nehmen, und dann doch? Das wird richtig schwierig“, sagte Spille.

Bauamtsleiter Uwe Kläner wies in dem Zuge darauf hin, dass in den Neben- die Reinigungskosten voll enthalten sind – um die müssten sich die Nutzer folglich nicht kümmern.

Erfahrungen sammeln

Die Kosten für das gesamte Gebäude liegen pro Stunde bei 15 Euro, die Kosten für die einzelnen Räume liegen zwischen 2,50 und fünf Euro. Helge Vosteen (FDP) warnte davor, dass die Abrechnungen zum Verwaltungsakt werden könnten. Spille reagierte gelassen: „Lass’ uns erstmal anfangen.“ Im Nachhinein werde noch Bilanz gezogen, ob die Nutzungsentgelte kostendeckend seien. Das sah auch Grünen-Ratsfrau Gabriele Roggenthien so: „Lasst uns erste Erfahrungen sammeln.“

Einstimmig beschloss der Rat die Benutzungsordnung für das Haus der Generationen und nahm die Hausordnung sowie den Nutzungsvertrag zustimmend zur Kenntnis. Ute Ziemann kritisierte: Das Thema war zuvor im Verwaltungs-, jedoch nicht im Fachausschuss behandelt worden. „Das war in meinen Augen nicht der richtige Weg.“ Spille wies darauf hin, dass das Haus im nächsten Fachausschuss am Donnerstag, 8. Oktober, 18 Uhr, noch mal Thema sein werde. Dort wird die Sitzung zudem ausgerichtet.

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.