Dingstede /Berlin Berlin, Berlin – wir fahren nach Berlin! Dieser vom Fußball bekannte Schlachtruf macht derzeit in Dingstede die Runde. Der Grund: Das niedersächsische Innenministerium hat vorgeschlagen, dass Dingstede sich 2020 in Kooperation mit der Gemeinde Hatten in der Niedersachsen-Halle auf der Internationalen Woche in Berlin präsentiert. Diese überraschende Nachricht brachte Hattens Bürgermeister Christian Pundt mit zur Jahreshauptversammlung des Heimatvereins.

„Erstmal waren alle sprachlos, aber dann war Begeisterung zu spüren: Berlin, Berlin – wir fahren nach Berlin!“, schwärmt Schriftführerin Anja von Deetzen.

Hattens Bürgermeister bestätigte der NWZ am Mittwoch, dass das Innenministerium angefragt hatte, ob die Verwaltungsspitze mit Dingstede zusammen aufgrund des Landesentscheides das Dorf präsentieren möchte. Dingstede hatte beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ in 2018 den Sprung auf die Landesebene geschafft. „Ich persönlich sehe das als tolle Möglichkeit, die Gemeinde und den Ortsteil Dingstede zu repräsentieren. Wir sind stolz und sehen mit Vorfreude eine Teilnahme in Berlin an der „grünen Woche“ entgegen“, so Pundt.

Die Internationale Grüne Woche (kurz IGW) findet im Januar 2020 nun schon zum 85. Mal und damit seit 94 Jahren statt. Gegründet im Berlin der Goldenen Zwanziger (1926), ist sie die bedeutendste internationale Ausstellung für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Hier treffen sich über 80 internationale Ministerien und Nahrungsmittelproduzenten und zeigen, was die Welt der Nahrungs- und Genussmittel zu bieten hat. 2019 hatten 400 000 Besucher die IGW nach Angaben des Veranstalters besucht. Zu Gast waren 1750 Aussteller, davon 570 internationale aus 65 Ländern.

Angesichts der Berlin-Nachrichten verblasste der Rest der Jahreshauptversammlung des Heimatvereins und war Routine. In ihren Jahresberichten freuten sich sowohl der 1. Vorsitzende Helmut Diekmann, als auch die 2. Vorsitzende Marion von Seggern über die sehr erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“, bei dem man es bis auf Landesebene schaffte und somit zu den 18 „besten“ Dörfern Niedersachsens gehört.

Ein weiterer Höhepunkt sei das Erntedankfest mit dem anschließenden Ernteball im Dingsteder Krug gewesen, bei dem man zahlreiche Gäste verzeichnete. Diekmann wies mit einem Schmunzeln darauf hin, dass die Hälfte wohl nur gekommen sei, um sich den renovierten Krug anzusehen, aber das hätte der Feier keinen Abbruch getan.

Wiebke Hagen und Ramon Stolle berichteten von den Aktivitäten der Jugend und ihrem Beitrag im Wettbewerb „Unsere Dorf hat Zukunft“. Unter dem Tagesordnungspunkt „Satzungsänderung“ erklärte Diekmann, dass eine Anpassung der Vereinssatzung nötig sei, damit das Finanzamt die Gemeinnützigkeit weiterhin anerkennt und eine Steuerbefreiung gewährt. Er stellte die geänderten Passagen der Satzung im Einzelnen der bisher gültigen Fassung von 1992 gegenüber und ließ über die neue Fassung abstimmen. Das Votum der Anwesenden war einstimmig für die Satzungsänderung.

Der Bürgermeister bedankte sich bei seinem Besuch außerdem, dass die Dingsteder vieles einfach „anpackten“, statt sich auf „Facebook“ zu beschweren.

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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