Dötlingen Bereits vor der konstituierenden Sitzung des neuen Dötlinger Gemeinderates am 3. November gibt es die erste Veränderung. Dierk Garms, amtierender Ratsvorsitzender, tritt sein Mandat für die FDP-Ratsfraktion nicht an, sondern scheidet nach 30 Jahren aus dem Gemeinderat aus. Er konzentriert sich auf die Arbeit im neuen Kreistag des Landkreises Oldenburg, dem er ab 1. November angehört. Stattdessen rückt Wieland Garms erstmals in die vierköpfige Dötlinger FDP-Fraktion ab 1. November ein.

Bei einem Pressetermin in Aschenstedt informierte die FDP-Fraktion um den (Partei-)Vorsitzenden Claus Plate über die neue Situation. „Mit einem lachenden und einem weinenden Auge“ kommentierte er die Personalien. Mit Dierk Garms verliere die Ratsfraktion ein „Dötlinger Urgestein“ in den eigenen Reihen. Andererseits könne sich die FDP so breiter aufstellen, zeigte sich Plate mit der Lösung zufrieden. Mit Dierk Garms sei die FDP kompetent im Kreistag vertreten und habe künftig im Rat mit Constanze Wegjahn (über die Liste) und Wieland Garms zwei neue Mitglieder. Claus Plate und Eckehard Hautau gehören weiter dem Rat an.

Zugleich kann die FDP so die kuriose Situation nach der Kommunalwahl auflösen. Da Eckehard Hautau und Wieland Garms beide 233 Stimmen hatten, wurde per Los über die Vergabe des vierten liberalen Platzes entschieden. Der Bürgermeister als Wahlleiter zog Hautau, damit war Wieland Garms draußen.

Alle aktuellen Dötlinger Ratsherren hatten zum Kreistag kandidiert, nachdem der langjährige FDP-Kreistagsabgeordnete Ernst-August Bode aus Altersgründen nicht mehr antrat. Womit sie nicht gerechnet hatten: Dass Dierk Garms vor dem „politischen Schwergewicht“ Angelika Brunkhorst gewählt würde.

„Ich habe schon im Vorfeld gesagt, dass ich nur einen Posten machen werde. Beides geht zeitlich nicht“, so der 69-Jährige am Donnerstag. Er entschied sich für den Kreistag, dem er als Unabhängiger schon einmal von 1991 bis 1996 angehört hatte. Damit war der Weg frei für Wieland Garms, in den Gemeinderat einzurücken, wobei das Vater-Sohn-Verhältnis nichts mit der Entscheidung zu tun habe, wie die Liberalen betonten. Auch bei einem Losentscheid gegen Hautau hätte Dierk Garms sich aus dem Rat zurückgezogen, hieß es.

1986 war Dierk Garms erstmals für die CDU in den Rat gekommen. Er selber bezeichnete sich als „alten Kämpfer“ . 1991 trat er als Unabhängiger an und holte Stimmen für drei Sitze, von denen er nur einen besetzen konnte. Seit 1996 ist er bei der FDP aktiv: „Das passt gut“, sagte er. Auch künftig werde er als Finanz- und Baufachmann den Dötlinger Liberalen als Ratgeber zur Seite stehen, betonte Claus Plate.

Ulrich Suttka Kanalmanagement / Redakteur
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