WLDESHAUSEN Er gehört zu den Menschen, die gern anpacken. Der Keller wurde aufgeräumt, das Büro gestrichen. Denn in Sachen Pädagogik „macht der Kindergarten schon alles, was gefordert ist“, lobt Jens Eberhardt seinen neuen Arbeitsplatz. Der 43-jährige Diplom-Sozialpädagoge hat die Nachfolge von Cornelia Webermann als Leiter der Kindertagesstätte „Sternschnuppe“ angetreten. Getreu dem Motto „Das Kind steht im Mittelpunkt“ will er mithelfen, die Einrichtung behutsam weiterzuentwickeln.

Am 1. April übergaben Pastor Matthias Selke und Katja Jöllenbeck vom Gemeindekirchenrat der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde offiziell die Hausschlüssel. „Die Kinder haben dann ein Lied für mich gesungen und Blumen überreicht“, erinnert er sich gern an diesen Tag zurück. Kerrin Mellmann, die in der Zeit der Vakanz die Kita auf der Heidloge geleitet hat, habe das Mitarbeiterinnen-Team vorgestellt und ihm in den ersten Tagen mitgeholfen, die Einrichtung und das Umfeld kennenzulernen.

Insgesamt 120 Kinder werden in sechs Gruppen in der „Sternschnuppe“ betreut, darunter auch eine Krippengruppe. Das Konzept habe sich seit Jahren bewährt. „Uns ist die integrative Erziehung sehr wichtig“, betont Eber­hardt. „Das ist ein Gewinn für alle Kinder.“ Ziel sei es, dass sich alle Kinder – ob mit oder ohne Einschränkungen – in ihrer Persönlichkeit frei weiter entwickeln könnten. Dazu gehörten auch soziale Fähigkeiten, wie der rücksichtsvolle Umgang miteinander.

Eberhardt wünscht sich, dass die „Fachräume“ der „Sternschnuppe“ auch als solche stärker zur Geltung kommen. „Der Bewegungsraum ist ausdrücklich dafür gedacht, dass es hier auch Extra-Angebote für einzelne Kinder gibt.“ Und im „Werkraum“ könnte der Umgang mit Hammer und Säge erlernt werden. Eine individuelle Förderung sei das A und O, so der Vater von vier Kindern.

Eberhardt stammt aus Wunstorf bei Hannover. Er absolvierte seinen Grundwehrdienst bei der Luftwaffe und erlernte zunächst einen technischen Beruf, ehe er sich für die Tätigkeit als Erzieher entschied. Zuletzt war er in einer Einrichtung in Oldenburg tätig. Offiziell soll er nach Ablauf der Probezeit in sein Amt eingeführt werden.

Der 43-jährige Pädagoge ist nach Auskunft von Gerti Essing vom Familienservicebüro im Kreishaus der einzige männliche Leiter einer Kita im Landkreis Oldenburg. „Ich hoffe, dass es mehr werden“, sagte Essing. Für die Kinder, insbesondere für Jungs, sei es wichtig, dass sie auch männliche Vorbilder haben.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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