Wildeshausen Ein Kochbuch über die Wildeshauser Küche oder lieber einen Regenschirm mit hiesigen Motiven: Die zehn Gäste aus dem britischen Hertford hatten am Sonnabendmittag im Trauzimmer des Historischen Rathauses in Wildeshausen die Qual der Wahl.

Bürgermeister Jens Kuraschinski begrüßte die Gäste aus der Partnerstadt mit einer flotten englischsprachigen Rede. Dabei brachte er seine Freude über die Fortsetzung der freundschaftlichen Kontakte durch den Besuch zum Ausdruck. Dem schloss sich David Kerby von Hertforder Seite gerne an. Er bedankte sich für den herzlichen Empfang trotz schwieriger Zeiten, aber auch bei den fünf Gastfamilien, die den Hertfordern Quartier boten.

Einmal im Jahr findet dieser Austausch zwischen den beiden Partnerstädten statt. Daraus hätten sich tiefe freundschaftlichen Kontakte entwickelt, so Kuraschinski.

Bereits am Freitag war David Kerby mit seiner Frau Ann im eigenen Pkw nach Wildeshausen gereist. Während die Abordnung aus Hertford am Montagabend wieder zurückflog, werden Kerbys noch eine Zeit länger im Norddeutschen weilen.

Nach dem offiziellen Empfang im Rathaus unternahmen die Gäste einen Abstecher zur neugestalteten Brunnenanlage in der Innenstadt. Gleichzeitig wurde diese Gelegenheit zu einer Stadtführung mit Bürgermeister Jens Kuraschinski genutzt.

Am Sonntag stand der Besuch des Hunte-Sperrwerks in Elsfleth auf dem Programm. Das gemeinschaftliche Abendessen wurde in Oldenburg eingenommen. „Nach dem schweren Brand auf Gut Altona mussten wir das zwangsläufig verlegen“, so Marcus Hemjeoltmanns vom Verein „Freunde von Hertford“, der das Treffen zusammen mit der Stadt vorbereitet hatte. Der Montag stand zur freien Verfügung. Abends reisten die Gäste wieder zurück nach Hertford.

Erstmals nach Wildeshausen mitgekommen war Ray Cleaver. Er freute sich, die Partnerstadt persönlich besuchen zu können. Seit 1978 besteht die Städtefreundschaft mit Hertford. Getragen wird sie auch von schulischen Kontakten. Allerdings gebe es auf britischer Seite weniger junge Menschen, die sich für die Freundschaft interessieren würden, erklärte Hemjeoltmanns die Nachwuchssorgen auf britischer Seite. „Bei uns ist dies anders. Allein schon durch die Sprache und auch die Historie“, meinte er.

„Allerdings werden die gegenseitigen Schulbesuche für eine weitere Belebung und Interesse sorgen“, so die Kassenwartin des Vereins, Tanja Krönke. Die jährlichen Treffen seien immer eine gute Gelegenheit für die britischen Schüler, ihre aus dem Schulunterricht erlernten Deutsch-Kenntnisse zu vertiefen.

Im kommenden Jahr werden die Wildeshauser wieder zum 3. Oktober eine Stippvisite nach Hertford unternehmen.

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