Bookholzberg Vor der Weichenstellung legt der Bookholzberger Turnerbund (BTB) eine Verschnaufpause ein. Nicht wie zunächst avisiert im Juli, sondern Ende September/Anfang Oktober werde eine Mitgliederversammlung stattfinden, kündigte Vorsitzender Helmut Steinmann gegenüber der NWZ  an. Auf dem Tisch liegt dann ein Vorschlag der Gemeinde für eine Sanierung des alten Vereinsheims samt Schaffung eines Anbaus. Aber im Verein gibt es auch andere Gedanken.

Turnerbund zurzeit auf dem Wachstumspfad

Die Mitgliederzahl des BTB ist in den vergangenen Monaten gestiegen – und zwar von 530 zu Jahresbeginn auf aktuell 570. Die meisten Zugänge waren bei den Judoka zu verzeichnen, teils auch bei den Fußballern, sagte BTB-Vorsitzender Helmut Steinmann.

Größte Abteilungen des Mehrspartenvereins seien Handball (etwa 100 Mitglieder) und Fußball (etwa 80). Ferner bietet der Sportverein zum Beispiel Judo, Prellball, Walking, Tischtennis, Turnen für Kinder und für Erwachsene, Leichtathletik, Tanzen, Basketball, Fitness-Gruppen.

Neu hinzukommen soll Judo für Menschen mit Handicap. Hier ist eine Kooperation mit den Delme-Werkstätten in Ganderkesee beabsichtigt. Trainer Torsten Duwensee absolviere eine entsprechende Fortbildung.

Ein Beach-Handball-Platz entsteht zurzeit hinter der Turnhalle am Ammerweg. Dabei handelt es sich um einen bislang vom Tennisverein Bookholzberg genutzten Platz, der jetzt dem BTB kostenfrei überlassen wurde. Die HSG TSV Grüppenbühren/BTB Bookholzberg richte diesen Platz her, sagte deren Vorsitzender Holger Jüchter.

Zur Ausgangssituation. Im Dezember 2014 hatte sich der BTB endgültig von den Plänen für einen Sportlerheim-Neubau verabschiedet. Was blieb, sind Schulden – etwa für Gutachten oder Gebühren. Zurzeit seien noch 18 000 Euro offen, sagte Steinmann – eine Summe, deren Schuldendienst der Verein zahlen könne. Steinmann: „Wir schreiben keine roten Zahlen.“

Um den Verein trotz der Schulden in die Lage zu versetzen, das wenig attraktive alte Vereinsheim an der Huder Straße sanieren und erweitern zu können, legte die Gemeindeverwaltung folgenden Vorschlag vor: Der BTB verkauft seinen Teil an der Sportanlage Huder Straße (1,61 Hektar) an die Gemeinde, erhält dafür 96 630 Euro. Dadurch sei der Verein in der Lage, einen Eigenanteil für die Sanierung/Erweiterung zu zahlen. Wenn auch Gemeinde, Kreis und Sportbund Geld geben, sei das von der Verwaltung mit 144 000 Euro veranschlagte Vorhaben zu wuppen.

Ein Haken bei der Rechnung aus dem Rathaus: Laut Verwaltungsvorschlag würde die Gemeinde vom Kaufpreis des Geländes (96 630 Euro) etwa 60 000 Euro gleich wieder abziehen, unter anderem deshalb, weil sich der BTB bislang nicht an den Kosten der (2011/12 erfolgten) Sanierung des Sportplätze an der Huder Straße beteiligt hatte.

Im Verein gibt es unterdessen Stimmen, die diesem „Lösungspaket“ kritisch gegenüber stehen. Die von der Gemeinde veranschlagten Kosten für Sanierung/Erweiterung seien hoch, der geplante Anbau (28 Quadratmeter für einen Toilettentrakt) sei sehr klein.

Helmut Steinmann äußerte sich zu der Diskussion eher allgemein: Vorrangiges Ziel des BTB sei es, „uns besser aufzustellen“, mehr Mitglieder zu gewinnen. Dazu gehöre, das sportliche Angebot interessanter zu gestalten, und auch, das Vereinsheim attraktiver zu machen.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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