Brettorf Die FDP Dötlingen setzt auf die vertrauten Gesichter in ihrem Vorstand. Bei der Mitgliederversammlung am Mittwochabend in der Gaststätte Schürmann in Brettorf hat es ausschließlich einstimmige Bestätigungen der Amtsinhaber gegeben. Vorsitzender bleibt der Brettorfer Claus Plate, Stellvertreter der Dötlinger Dr. Folkhard Steenken, Schriftführer der Brettorfer Sven Freese und Kassenwart der Neerstedter Helge Vosteen. Das Amt des Geschäftsführers wurde mit dem für Öffentlichkeitsarbeit verschmolzen. Diese Aufgabe nimmt weiter Hartmut Schütte aus Brettorf wahr. Beisitzer sind Marianne Mennen (Dötlingen) und Wieland Garms (Brettorf). Von den 42 Mitgliedern waren elf zugegen.

Liberale Themen

Die Straßenausbaubeitragssatzung in der Gemeinde möchte die FDP aufheben. Ohnehin sei die Satzung, mit der Anlieger an den Kosten von Straßenausbauten/-sanierungen beteiligt werden, seit 2001 nicht mehr angewandt worden, berichtete Plate. Parallel sei eine Erhöhung der Steuern aber derzeit nicht notwendig. Bei der Ersterschließung würden die Bürger weiter über den Grundstückspreis mitzahlen.

Für die Einrichtung von „Hot Spots“ für freies Internet setzt sich die FDP bei öffentlichen Einrichtungen in der Gemeinde ein. So habe man ausgerechnet beim Faustball-Europapokal in der Sporthalle Brettorf nicht ins Internet gekonnt.

Treffen mit Unternehmen zur Kontaktpflege und zum Austausch halten die Liberalen mehr denn je für angebracht.

„Das ist ein sehr spannendes Jahr gewesen“, blickte Claus Plate, zugleich Vorsitzender der vierköpfigen liberalen Ratsfraktion, zurück. Sehr viele Punkte seien sehr intensiv diskutiert worden. „Es hat hitzige Diskussionen gegeben, was man in Dötlingen gar nicht so kennt“, meinte er. Als ersten Punkt erwähnte er das geplante Gewerbe- und Industriegebiet Hockensberg, wo die FDP gegen den Standort Am Brakland votierte. „Wir sind nicht die Verhinderer“, sagte der Liberalen-Chef, man sei nicht generell gegen ein Gewerbegebiet, aber es müsste ein vernünftig entwickeltes sein. Das gemeinsame interkommunale Vorgehen mit Wildeshausen und Prinzhöfte sei richtig, auch mit Blick auf die Fördermittel, aber viele Fragen seien noch offen. Er nannte die Kalkulation der Preise, die Abwasserfrage und die Gesamtkosten. „Das wird uns die nächsten Jahre weiter stark beschäftigen“, prophezeite er.

In der Aussprache bedauerte Dierk Garms, FDP-Kreistagsabgeordneter, dass eine Alternativfläche für das Gewerbegebiet – ebenfalls an der B 213 – nicht zum Zug gekommen sei. Der jetzige Standort habe einen großen Gewerbesteuerzahler zum Gehen veranlasst, beklagte Garms. „Da geht uns jährlich eine viertel Million flöten", prognostizierte er. „Zudem wird sicherlich mehr als ein Prozess geführt werden“, prophezeite Garms.

Die Steuerung der Tierhaltungsanlagen bezeichnete Plate als richtigen Weg. Knapp fiel seine Bemerkung zum gescheiterten Kulturpavillon/Haus der Begegnung aus: „Das ist Geschichte“, mochte er auf das Megathema von 2017 nicht weiter eingehen.

Neben zwölf Vorstands- und 26 Fraktionssitzungen hatte der Ortsverband zwei Wahlen zu bestreiten. Bei der Bundestagswahl fuhr Dötlingen für die FDP das beste Ergebnis im Land ein, so Plate. Bei der Landtagswahl lag Hatten besser, wohl auch, weil es den Direktkandidaten stellte.

Ulrich Suttka
Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen
Redaktion Wildeshausen

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