Ganderkesee /Landkreis Wieder zwei schmerzhafte Wahlpleiten für die FDP: 2,5 Prozent der Stimmen in Thüringen, sogar nur 1,5 Prozent in Brandenburg – die Landtagswahlen vom Sonntag lassen Beobachter um die Zukunft der Partei fürchten.

Führende Mitglieder indes tun das nicht: „Wir lassen den Kopf nicht hängen“, sagt der Ganderkeseer Christian Dürr, der als Fraktionschef der Liberalen im Niedersächsischen Landtag einer der immer selteneren FDP-„Spitzenpolitiker“ ist. „Das waren bittere Niederlagen“, räumt er ein, „aber dass der politische Liberalismus sich überlebt hätte, wie einige meinen, das sehe ich nicht so.“ Nach Dürrs Ansicht sind „unsere Wähler nicht weg – sondern zurzeit bei den Nichtwählern“. Die Partei brauche noch Zeit, um Vertrauen wiederzugewinnen. Das werde vor allem durch gute inhaltliche Arbeit vor Ort gelingen, glaubt er. Der Prüfstein für das Wählervertrauen ist für Dürr die Kommunalwahl 2016 in Niedersachsen.

Auf die Stärke vor Ort (die allerdings bei der Kommunalwahl 2011 schon gelitten hat) baut auch FDP-Kreisvorsitzender Nils-Christian Heins (Hatten). „Wir haben hier stolze Fraktionen mit eigenen Positionen“, meint er und nennt Bildung und Erziehung als beispielhafte kommunalpolitische Themen der Partei. Die Mitgliederzahlen seien jedenfalls recht stabil – kreisweit seien es zurzeit rund 300.

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Dass die FDP auf lokaler Ebene wahrgenommen wird, ist auch für Marion Daniel entscheidend. Die Ganderkeseer Ortsvorsitzende glaubt, dass Globalisierung und Liberalisierung der Märkte – Themen, die mit der FDP in Verbindung gebracht würden – Wähler ängstigten. Zurzeit fehle es an Köpfen, mit denen man liberale Politik verbinde.

Hergen Schelling Leitung / Redaktion für den Landkreis Oldenburg
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