HARPSTEDT Dass der Samtgemeinderat für nur ei-nen Tagesordnungspunkt zusammenkommt und das just am EM-Halbfinalabend, begründete Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes in der Sitzung am Donnerstag in der „Wasserburg“ schlicht mit rechtlichen Erfordernissen: Ging es doch um die Verlängerung der Amtszeit von Führungskräften der Freiwilligen Feuerwehr Beckeln – denn mit dem 1. Juli wären sie nicht mehr rechtskräftig im Amt gewesen: „Die Wehr wäre rechtlich gesehen führungslos.“

Strittig war der zu fassende Beschluss indes nicht: Einvernehmlich wurden Beckelns Ortsbrandmeister Werner Bahrs für weitere knapp vier Jahre (bis 31. Mai 2016) sowie der stellvertretende Ortsbrandmeister Dieter Spreen für weitere sechs Jahre ernannt. Damit folgte der Rat dem Votum der Feuerwehr Beckeln, die die Führungskräfte bei ihrer Jahreshauptversammlung im April ebenfalls wieder gewählt hatten. Bahrs’ Ernennung gilt zunächst bis zum Erreichen der derzeitigen Altersgrenze für Feuerwehreinsatzkräfte von 62 Jahren.

Der Samtgemeindebürgermeister hatte zur Sitzung auch gleich die Ernennungsurkunden mitgebracht. Werner Bahrs ist seit 1. Juli 2000 als Ortsbrandmeister in Beckeln tätig, zuvor hatte er von 1994 bis 2000 das Amt des stellvertretenden Ortsbrandmeisters inne. Die Aufgabe übernahm am 1. Juli 2000 Dieter Spreen. „Der Dienst ist nicht immer einfach. Man muss Entscheidungen treffen, die einem keiner abnimmt in dem Moment“, würdigte Cordes den Einsatz.  Anerkennung dafür, „in heutiger Zeit ein so verantwortungsvolles Amt zu übernehmen“, sprach Hartmut Post (CDU) unterstützt von Ratskollegen aus. Beobachtet werden sollen aktuelle Debatten um eine etwaige Heraufsetzung der Feuerwehr-Altersgrenze, war Tenor im Rat.

Eine Anfrage zu Sitzungsvorlagen richtete Irene Kolb (Grüne) an die Verwaltung. Sie will wissen, weshalb öffentliche Sitzungen nur mit Tagesordnung angekündigt werden – weitere Unterlagen aber „unter Beschluss“ blieben und Nicht-Ratsmitglieder erst in der Sitzung von Beschlussvorlagen erführen. Geht es nach Kolb, könnten Unterlagen öffentlich im Ratsinformationssystem vorliegen; sofern in Beschlussvorlagen auch nicht-öffentliche Anteile enthalten seien, könne eine rein öffentliche Version erstellt werden. „Es würden wesentlich mehr Leute in Sitzungen kommen, weil Interesse geweckt ist“, hofft Kolb.

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