Wildeshausen /Landkreis Nach seiner Satzungsänderung (NWZ  berichtete) bereitet der Kreisbehindertenrat im Landkreis Oldenburg die erste Wahl in einer neuen Zusammensetzung vor. Laut der neuen Satzung können künftig auch engagierte Bürger, die selbst nicht behindert sind, an den Wahlen teilnehmen. Wahlberechtigt ist jeder Landkreis-Einwohner über 16 Jahren. Auch wählen lassen kann sich jede Person – mit oder ohne Behinderung – die ihren Erstwohnsitz im Landkreis Oldenburg und das 16. Lebensjahr vollendet hat. Ernst-Dieter Hoffhenke, bislang Sprecher des KBR und selbst seit 43 Jahren im Bereich der Selbsthilfe tätig, erläuterte am Mittwoch im Kreishaus die Neuausrichtung gemeinsam mit Silke Winkler, Uwe Schwemmler und der Behindertenbeauftragten Rita Rockel.

Was macht der Kreisbehindertenrat?

Der Kreisbehindertenrat ist als nicht stimmberechtigtes Mitglied im Kreissozial- und Gesundheitsausschuss vertreten. Er hat ein Informationsrecht in allen öffentlichen Ausschüssen und ein Anhörungsrecht im Kreistag.

Die Mitglieder des Kreisbehindertenrates treffen sich einmal monatlich im Kreishaus. Dem Rat steht ein Budget für Fahrtkosten zur Verfügung.

Der Kreisbehindertenrat sei 2007 in der Überzeugung gestartet worden, nur Betroffene selbst könnten Betroffene richtig vertreten, so Rockel. Inzwischen sei er überzeugt, so Hoffhenke, dass neben Betroffenen auch Profis und Engagierte aus Selbsthilfegruppen im Rat mitarbeiten sollten. Nach wie vor sei es für viele Menschen mit Behinderungen ungewohnt, sich für die eigenen Belange und die von anderen einzusetzen. Auch die Planung eines Engagements über die Wahlperiode von fünf Jahren sei für viele eine Herausforderung, ergänzte Rockel.

Anders als bei vielen anderen Gremien gebe es für die Zusammensetzung eines Kreisbehindertenrates aber keinerlei rechtliche Grundlagen. „Wir können ausprobieren, was besser funktioniert“, sagte sie. In einigen Gemeinden im Kreis könnten nicht selbst betroffene Personen schon länger mitarbeiten.

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Besonders im Blick haben die bisherigen Mitglieder des KBR Mitarbeiter von Verbänden, Initiativen und Selbsthilfeorganisationen, aber auch an Schulen, Kindergärten und Vereinen wollen sie um Mitstreiter werben.

Einige Kandidaten haben sich gemeldet. Um weitere Interessenten für eine Mitarbeit im Kreisbehindertenrat zu gewinnen, soll es am Mittwoch, 17. August, ab 19 Uhr ein Informationstreffen im Kreishaus geben. Der aktuelle Kreisbehindertenrat hofft darauf, eine möglichst große Zahl von Kandidaten aus allen Gemeinden des Kreises zu finden. Die Wahl findet bei einer Versammlung am 16. September von 15 bis 18 Uhr statt.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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