Wildeshausen /Thölstedt Vor 70 Jahren, am 10. April 1945, rollten englische Panzer in Wildeshausen ein. Da aber deutsche Truppen von Dötlingen aus Wildeshausen beschossen und Gegenangriffe durchführten, waren erst am 16. April 1945 die letzten Kämpfe um Wildeshausen beendet.

An die Folgen des Krieges und dessen Ende in Wildeshausen wollen die SPD-Senioren im Landkreis Oldenburg am Donnerstag, 16. April, auf dem Wochenmarkt mit einem „Appell für den Frieden“ erinnern.

Aus Stadt- und Landgemeinde sind im Verlaufe des Krieges 231 Männer gefallen. Zwölf Zivilpersonen starben in der Woche der letzten Kämpfe.

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Aber auch als später die Waffen schwiegen, forderte der Krieg noch Opfer.

Beim Rückzug verlegten die deutschen Truppen unzählige Landminen. In der Samtgemeinde Harpstedt wurden 14 Zivilisten durch deutsche Minen getötet, darunter vier kleine Kinder. Für wie viele Zivilisten sie in Wildeshausen zum Verhängnis wurden, ist nicht bekannt.

Dass in Thölstedt sechs Kinder zu Tode kamen, als sie mit einer zurückgelassenen Panzerfaust hantierten, daran erinnert sich Rudolf Drieling aus Kleinenkneten, der damals erst fünf Jahre alt war.

An der Unglücksstelle am Waldrand, die er jetzt Hermann Bokelmann, dem Kreisvorsitzenden der SPD-Senioren, zeigte und fotografierte, steht auf einem großen Findling: „Am 12.5.1945 verunglückten hier 6 Kinder durch eine Panzerfaust.“ Es waren Alfons Hohnhorst (16 Jahre), Heinrich Busse (15), Josef Themann (13), Gerhard Hermes (11), Heinz Gertzen (12) und Walter Stolle (11).

„Mit unserem „Appell für den Frieden“ wollen wir auch an diese Opfer erinnern und darauf hinweisen, dass die Welt immer noch nicht friedlich ist“, erklärten Drieling und Bokelmann. „Überall werden nicht nur Soldaten, sondern unschuldige Zivilisten zu Opfern von Kampfhandlungen. Unzählige Menschen werden heimtückisch durch Minen getötet, weil immer noch nicht alle Länder sich zur Ächtung von Landminen entschlossen haben.“

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