Huntlosen „Ich hoffe, dass ihr auch fortan nicht mit ,Scheuklappen‘ durch die Gemeinde fahren werdet. Die Verwaltung wird immer ein offenes Ohr und eine offene Tür im Rathaus für Hinweise haben.“ Mit diesem Wunsch verabschiedete Großenknetens Bürgermeister Thorsten Schmidtke am Donnerstag die scheidenden Bezirksvorsteher in Meyer’s Gasthaus in Huntlosen. Denn dieses Amt gibt es künftig nicht mehr.

Wie berichtet, hatten sich die Politik und Verwaltung dazu entschlossen, die Bezirksvorsteher abzuschaffen. In 26 Bauernschaften waren die Verbindungsglieder zwischen den Bürger und Politik sowie Verwaltung 1933 installierten worden. Doch in der jüngsten Vergangenheit entschwanden zunehmend die Aufgaben der verlängerten Arme der Gemeinde. Viehzählungen und andere Aufgaben, die sonst persönlich erledigt wurden, sind durch die neue Technik überflüssig geworden.

„Die Entwicklung vieler Dinge ist nicht stehengeblieben. Die Digitalisierung macht sich in allen Bereichen breit. Vieles wird entbehrlich“, so Schmidtke. „Wir können uns vor der Realität nicht verschließen, trotz in höchsten Tönen zu lobender und geleisteter Dienste in der Vergangenheit, ist die Zeit der Bezirksvorsteher vorbei.“ Er versprach, im Rathaus den Bezirksvorstehern ein entsprechendes Andenken zu erhalten.

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Viele der „Auslaufmodelle“, wie sich die meisten Bezirksvorsteher ironisch selbst an diesem Abend nannten, akzeptieren diese Entwicklung. Allerdings äußerten sie den Wunsch, dass das eingesparte Geld für die Bezirksvorsteher künftig bei den Realverbänden ausgegeben wird. Schmidtke nahm dieses Ansinnen mit, hatte zuvor aber signalisiert, dass es bei der Entscheidung nie um Geld gegangen sei.

Auch Bauamtsleiter Erhard Schröder wusste die über die Jahre geleistete Arbeit der Bezirksvorsteher zu schätzen. Doch auch er betonte, dass sich vieles geändert habe. Heute würden betroffene Anwohner schnell den notwendigen Strauchschnitt oder den schlechten Zustand der Straße selber melden.

17 Vorsteher aus den 26 Bauernschaften kamen zu der Abschiedsveranstaltung. Mit dabei waren Heinz Bakenhus, Udo Wilhelmi, Harmut Hellbusch, Hermann Ostmann, Gerhard Bilger, Hermann Boning, Erich Raeder, Bernd Wieting, Herwig Friederichs, Hergen Bruns, Ewald Deepe (im Juni 2016 noch für 50-jährige Arbeit geehrt), Günther Asche, Claus Wilkens, Ralf Hüwelmann, Helmut Wendt, Werner Müller und Jens Möhlenpage.

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