Landkreis Der Landkreis Oldenburg bekommt weitere Flüchtlinge zugewiesen. Ab November werden 48 Jugendliche erwartet. Grund für diese zusätzlichen Flüchtlinge ist eine Gesetzesänderung, wie der Leiter des Jugendamtes, Martin Ahlrichs, am Freitag erläuterte.

Bislang seien minderjährige Flüchtlinge dort in Obhut genommen worden, wo sie ankamen. So habe 2014 die Stadt Bremen 500 Jugendliche betreut. Dagegen seien es im Landkreis Oldenburg durchschnittlich zwei pro Jahr. Nun würden sie entsprechend der Einwohnerzahl gleichmäßig verteilt. „Niedersachsen nimmt 3000 der insgesamt 30 000 Jugendlichen auf, 1,6 Prozent werden im Landkreis betreut“, so Ahlrichs. Die 48 Minderjährigen zwischen 14 und 17 Jahren seien fast alle Jungen.

Gespräche seit April

Seit April führt der Landkreis Gespräche mit Jugendhilfeeinrichtungen. Klar sei inzwischen, dass das Elmeloher Wichernstift Jugendliche aufnehmen wird. Auch andere Träger sollen ins Boot geholt werden.

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Das Jugendamt sucht aber auch Pflegeeltern, die einzelne Minderjährige aufnehmen und in Begleitung des Jugendamtes betreuen. „Wichtig ist, dass die Pflegeeltern Zeit und ein eigenes Zimmer für den Jugendlichen haben“, sagte Silvia Hiemann (Jugendamt). Sie denkt dabei etwa an ältere Bürger, deren Kinder bereits ausgezogen sind und die über leere Zimmer verfügen.

Pflegegeld für Familien

„Die Pflegeeltern sollen Wegbegleiter für jungen Leute sein und gleichzeitig Inte­grationshelfer“, beschrieb sie die Aufgabe und sprach von Sprachkursen, Sportvereinen, Schulbesuch und dem Kontakt zur Familie des Jugendlichen. Zur Unterstützung werde den Pflegeeltern das übliche Pflegegeld von 983 Euro pro Monat gezahlt. Davon müssten alle Kosten für das Kind bezahlt werden.

Nach Ansicht von Petra Furmanek (Jugendamt) sind die geflüchteten Jugendlichen hoch motiviert. „Viele sind als Hoffnungsträger ihrer Familie geschickt worden.“ Nicht wenige hätten das Ziel, ihre Familien später einmal nach Deutschland zu holen.

Einzelheiten will das Jugendamt in einer Informationsveranstaltung am Mittwoch, 21. Oktober, um 15 Uhr im Kreishaus in Wildeshausen erläutern. Informationen gibt es jetzt auch schon im Kreishaus, Telefon   0 44 31/8  52  57.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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