Ganderkesee Dunkle Wolken über dem Ganderkeseer Tennisverein: Dem GTV droht nun doch das Aus auf seiner Anlage am Schlutterweg. Nach dem 31. Dezember 2018 hat Eigentümer Carsten Weyhausen andere Pläne mit dem Gelände.

Doch sportlich läuft es weiter: Die Mannschaften werden „optimistisch an die zweite Saisonhälfte rangehen“, meint der GTV-Vorsitzende Ralf Kotzott. Die Sportler würde nicht darunter leiden – vor allem nicht in der laufenden Saison. „Sie werden nicht mit wehenden Fahnen weglaufen.“

Damen überraschen erneut

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Dabei sind vor allem die Damen erfolgreich: Die Landesliga-Aufsteiger führen die Tabelle nach der ersten Saisonhälfte mit 4:0 Punkten vor dem TV Sparta Nordhorn an. „Wir sind immer noch total überrascht“, sagt Mannschaftsführerin Theresa Fuchs. „Damit hatten wir nicht gerechnet.“

Nach der Sommerpause geht es noch gegen Nordhorn, den TC Stelle und den TC Blau-Weiß Delmenhorst. „Ich bin gespannt, wie wir gegen Nordhorn spielen“, meint Fuchs vor dem Spitzenspiel, das am 13. August stattfindet. „Die haben bisher auch alles gewonnen – und wollen aufsteigen.“ Besonders freue sie sich auf das Spiel gegen ihren alten Verein Delmenhorst: „Die Mannschaft will man auf jeden Fall schlagen.“ An den Aufstieg mag die Kapitänin noch nicht denken: „Das wird schwierig – auch wegen der Sechser-Teams.“

Stärke in den Doppeln

Dabei halten die Ganderkeseerinnen immer fest zusammen: „Wenn im Einzel jemand auf der Bank sitzt, spielen wir immer besser“, meint Fuchs. „Wir wissen, dass wir uns aufeinander verlassen können.“ Auch abseits des Tennisplatzes verstünde sich die Mannschaft. Und dieser Teamgeist zahlt sich auch in den Doppeln aus: „Selbst wenn es nach den Einzeln 2:2 steht, sind wir uns trotzdem sicher“, sagt Fuchs. „Meistens haben wir zwei sichere Doppel.“ Bislang ist diese Bilanz lupenrein.

„Das Team ist über die Zeit zusammengewachsen“, erklärt Sportwartin Dr. Imke Hafermann, die in den Doppeln ebenfalls eine Stärke sieht. „Da zeigt sich auch, dass die Mannschaft nicht unbedingt aus Turnierspielerinnen besteht“, meint sie und blickt auch schon auf die zweite Saisonhälfte: „Sie spielen, was sie können – ihnen ist viel zuzutrauen.“ Dennoch mache der Verein keinen Druck: Das Saisonziel sei der Klassenerhalt, so Hafermann. „Jetzt muss man von Spiel zu Spiel sehen.“

Herren sammeln Erfahrung

Szenenwechsel. Das Herrenteam: Mit 0:4 Punkten und 0:24 Sätzen liegt die Verbandsliga-Mannschaft derzeit auf dem letzten Tabellenplatz. „Ich bin als einziger aus der alten Mannschaft“, sagt Kapitän Jan Lintelmann. „Wir müssen uns ehrlich eingestehen, dass wir in der Verbandsliga nicht richtig sind.“ Dennoch: „Wir versuchen, schöne Spiele zu haben und das als Erfahrung zu nehmen.“ So stünde vor allem der Zusammenhalt im Vordergrund.

„Wir sind eine Truppe aus sieben Leuten, mit der wir die Punktspiele bestreiten“, sagt Lintelmann. Zuvor habe man immer nur vier oder fünf Spieler gehabt. „Wenn da einer fehlte, wurde es schwierig.“ Nun wolle man zusammen eine Liga erreichen, in der knappe Spiele und auch Siege möglich seien. „Ich denke, die Bezirksebene ist für die Mannschaft in dieser personellen Zusammensetzung die richtige Liga“, meint Lintelmann. Und die Sportwartin, Dr. Imke Hafermann fügt hinzu: „Das ist auch für den Nachwuchs nicht schlecht, um rein zu rutschen.“

Die Sportwartin fasst es zusammen: „Der Verein lebt durch sein Zugehörigkeitsgefühl und dass sich die Spieler in der Mannschaft wohl fühlen“, sagt sie. „Wir müssen das realistisch betrachten.“ Und dabei nun auch sehen, wie es nach der kommenden Sommersaison weiter geht.

Ellen Kranz Reporterin / Reportage-Redaktion
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