Frage: Erst einmal Gratulation für die guten gezeigten Leistungen. Für dich, Jari, war es die erste Teilnahme an einer Europameisterschaft. Wie hat es sich angefühlt dort zu spielen?

Jari Reuker: Ich nehme aus Budva sehr viele wichtige Erfahrungen mit. Es war eine große Veranstaltung, auf der man sich mit sehr guten Spielern auf internationalem Niveau messen konnte. Am Anfang war es für mich dort sehr schwierig, da alles auf Englisch geregelt wurde und ich nicht alles verstanden habe. Mit der Zeit ist es aber besser geworden.

Frage: Du, Spartak, hast bereits an den Jugendschacheuropameisterschaften 2010 im georgischen Batumi und 2012 in Prag teilgenommen. War es für dich daher leichter, dich in Budva auf dein Spiel zu konzentrieren?

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Spartak Grigorian: Dass man vorher schon auf internationalen Turnieren gespielt hat, hilft natürlich. Diese Europameisterschaft hat mir bisher im Vergleich zu den anderen beiden aber am besten gefallen. Ich hatte sehr viel Spaß auf dem Turnier.

Frage: Ihr beide habt gute Mittelfeldplätze in euren Altersklassen erreicht. Wie seid ihr mit eurem Abschneiden zufrieden?

Reuker: Ich bin durchaus zufrieden mit meiner Platzierung. Ich habe das Turnier auf dem 60. Platz der Setzliste begonnen und bin am Ende 53. geworden. Ich habe mich also leicht verbessert. Mein Ziel im Vorfeld des Turniers war es, fünf Punkte zu erreichen. Ich bin froh, dass ich diese Vorgabe in dem großen Teilnehmerfeld umsetzen konnte.

Grigorian: Ich ärgere mich noch ein bisschen über mein Spiel in der letzten Runde. Dort war ich gegen den Griechen Naoum meist vorne mit dabei, aber am Ende habe ich zu viele kleinere Fehler gemacht und deshalb verloren. Mit einem Sieg hätte ich auf Platz 12 abschließen können, so ist es Rang 31 geworden.

Frage: Gab es einen besonderen Moment für euch bei der Europameisterschaft?

Reuker: Den einen besonderen Moment gab es für mich in Budva nicht. Ich habe mich immer riesig gefreut, wenn ich gegen einen der starken Spieler des Turniers gewonnen habe.

Grigorian: Dieser eine große Moment war auch bei mir nicht vorhanden. Aber natürlich ist es ein anderes Gefühl bei einer Europameisterschaft zu spielen als bei einem normalen Turnier. Man muss sich deutlich mehr mit den einzelnen Partien beschäftigen. Die Vorbereitung und Analyse nimmt gegen so starke Gegner natürlich viel Zeit in Anspruch.

Frage: Neben dem Schachspielen hattet ihr doch bestimmt auch eine Menge Freizeit. Wie habt ihr die Momente außerhalb des Turniers genutzt?

Reuker: Jeder Spieler hatte eine Schachpartie pro Tag, danach begann die Freizeit. Eine Partie hatte ich zum Beispiel schon nach 2,5 Stunden beendet. Da blieb dann viel Zeit, um sich in Budva umzuschauen. Ich habe mich dann viel in der Altstadt aufgehalten oder bin ans Meer gegangen. An unserem spielfreien Tag nach der Hälfte des Turniers haben wir mit dem gesamten Team eine Bootstour auf der Adria unternommen.

Grigorian: Die Spiele zehren an den Kräften, da ist es gut, wenn man zwischen den Duellen immer wieder Kraft tanken konnte. Bei den tollen Temperaturen vor Ort war ich oft am Meer oder habe mit den Teamkollegen Fußball gespielt. Natürlich stand auch Schach auf dem Plan.

Frage: Wie geht es für euch nun nach der Europameisterschaft weiter?

Reuker und Grigorian: An diesem Sonntag beginnt auch für uns beim Schachklub Wildeshausen die Saison in der Jugendbundesliga Nord. Wir treten zuerst in Hamburg beim SC Diogenes an. Danach erwarten wir am 3. November den Stader SV zum ersten Heimspiel. Unser Saisonziel ist nach Platz vier in der Vorsaison wieder ein gesicherter Mittelfeldplatz.

Lars Puchler Redakteur / Lokalsport Ammerland
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