Wildeshausen Die Erleichterung stand Klaus Ebel ins Gesicht geschrieben. Nach dem knappen 1:0 (0:0)-Zittersieg seines VfL Wildeshausen vor rund 250 Zuschauern im Fußball-Bezirksligaduell gegen den Heidmühler FC musste der Trainer erstmal kräftig durchschnaufen. Zu nervenaufreibend waren die Schlussminuten der Partie verlaufen, in denen die spielerisch überlegenen Gäste vehement auf den Ausgleich gedrängt hatten.

„In der zweiten Halbzeit hatten wir einfach großes Glück. Die Heidmühler hätten einen Punkt redlich verdient gehabt, doch ihre Abschlussschwäche und unser starker Torhüter Harm-Aike Hollmann haben uns gerettet“, sagte Ebel. Durch den dritten Sieg in Folge bleibt seine Mannschaft Tabellenführer der Bezirksliga.

„Das ist ein perfekter Saisonstart“, sagte der VfL-Trainer, der jedoch mit dem Auftritt seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit alles andere als zufrieden war. „In der ersten Halbzeit hat die Spielordnung noch gestimmt. Doch nach der Pause geriet unsere Defensive ständig durcheinander. Da müssen die Spieler in einigen Situationen mehr Selbstverantwortung übernehmen“, kritisierte Ebel. Zudem habe sein Team das Tempo im Spielaufbau und Umschalten vermissen lassen, was der Trainer auch an dem „schwer zu ersetzenden Ausfall“ vom urlaubsbedingt fehlenden Mittelfeldspieler Jan Lehmkuhl festmachte.

In einer an Höhepunkten armen ersten Hälfte probierte es der VfL vor allem mit Distanzschüssen. Doch sowohl Rene Tramitzke (21. Minute) als auch Sascha Görke (24./38.) verfehlten das Tor. Auch die Gästechancen waren wenig zwingend.

Nach der Pause kam Heidmühle druckvoller aus der Kabine, doch das Tor des Tages erzielte der VfL: In der 52. Minute war es Tobias Düser, der nach Vorarbeit von Maximilian Seidel ins lange linke Eck einschob. Doch in der Folge rissen die deutlich dynamischeren Gäste das Spiel an sich und schnürten die verhaltenen Wildeshauser in der eigenen Hälfte ein.

Ersatzkeeper Harm-Aike Hollmann, der seine Punktspielpremiere im VfL-Dress feierte, bewahrte seine Mannschaft vor dem Ausgleich. Zuerst kratzte er einen Fernschuss vom starken Tarek El-Ali aus dem rechten Winkel (69.), um nur eine Minute später einen Versuch des FC-Sturms aus kurzer Distanz ins kurze Eck mit Blitzreflex zu parieren. Für Entlastung sorgte nur noch Tramitzke, der jedoch am gegnerischen Torwart oder dem linken Pfosten scheiterte (73./84.).

In der Krimi-Schlussphase kamen die Gäste vor allem über rechts wiederholt gefährlich vors Tor der wackligen VfL-Abwehr. Doch auch ihre größte Chance vergaben die Heidmühler, als Tim Wichelmann aus kurzer Distanz freistehend verzog (93.).

Sebastian Friedhoff Redakteur / Newsdesk
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