Wildeshausen „Wir wollen genauso gut werden“, sagt Carolin Bragula, Torhüterin der D-Juniorinnen des VfL Wildeshausen. Die gemeinsame Trainingseinheit mit den Profis wirkt sich schnell auf die Zielsetzung der jungen Fußballerinnen aus. „Wir wollen dann aber 1. Bundesliga spielen“, schallt es aus den Reihen ihrer Mitspielerinnen.

Es ist kein normales Training an diesem Nachmittag in der Sporthalle des Gymnasiums. Denn den Part von VfL-Coach Olaf Hansch hat Tanja Schulte übernommen. Die 37-Jährige trainiert seit dieser Saison die erste Frauenmannschaft des Zweitligisten BV Cloppenburg. Nach Wildeshausen ist sie nicht alleine gekommen, sondern hat neben Torwarttrainer Sven Göhring auch noch den kompletten Zweitligakader mitgebracht.

„Wir versuchen immer mal wieder, solche Aktionen anzubieten, zumal wir es auch mit eigenem Training verbinden können“, erzählt Göhring. Schließlich sei das Thema Hallenzeiten während des Winters auch in Cloppenburg ein schwieriges Thema. „Im Vordergrund“, so betont Trainerin Schulte, „steht aber, dass wir junge Fans in der Region dafür begeistern wollen, mit ihren Eltern auch mal zu einem Spiel von uns zu kommen.“ Für die Wildeshauser Mädchen hatten die Cloppenburgerinnen gleich eine direkte Einladung mitgebracht – denn neben vielen wertvollen praktischen und theoretischen Tipps erhielten die VfL-Kickerinnen noch 50 Freikarten für ein Heimspiel des BVC.

Den Kontakt zu den Cloppenburgerinnen hat mit Birgit Heidenreich die Mutter einer VfL-Spielerin hergestellt. Von der Idee einer Trainingseinheit mit einer höherklassigen Mannschaften zeigten sich nicht nur die Wildeshauserinnen, sondern auch der BV Cloppenburg begeistert. „Für uns ist das selbstverständlich, dass wir uns in der Region präsentieren – zumal uns solche Aktionen ja auch Spaß machen“, betont Schulte.

Dass die Wittekind-Kickerinnen sich von diesem Spaß anstecken lassen, wird schnell offensichtlich. „Und so viele Spielerinnen habe ich auch nur selten beim Training“, schmunzelt Hansch. Noch stärker beeindruckt ihn allerdings, dass der BVC mit seinem nahezu kompletten Kader – darunter gleich mehrere ausländische Nationalspielerinnen – in die Kreisstadt gekommen ist.

Für die Wildeshauser Mädchen endet der Tag mit der Erkenntnis, dass das Training mit den Profis zwar anstrengender als sonst war, aber auf jeden Fall Spaß gemacht hat. Und wer weiß: Vielleicht schafft es ja auch die eine oder andere Spielerin vom VfL, mit ganz viel Training irgendwann einmal in der 2. Bundesliga zu spielen – oder noch höher...

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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