Winterthur /Ahlhorn Im Moment des Triumphes kannte der Jubel keine Grenzen: Tim Albrecht sprang über die Bande und rannte auf das Spielfeld zu seinen Mannschaftskameraden, die gerade die Fäuste in die Höhe rissen oder jubelnd in die Knie gingen. Danach fielen sich die deutschen Faustballer schreiend in die Arme und feierten vor knapp 6000 Zuschauern im Stadion von Winterthur ausgelassen den erneuten Gewinn der Weltmeisterschaft.

Für Albrecht, der im Bundesligaalltag für den Ahlhorner SV auf der Zuspielposition aufläuft, endete am Samstag seine erste WM-Teilnahme mit dem größtmöglichen Erfolg. Mit einem 4:0-Sieg (11:4, 11:4, 11:9, 11:5) gegen Österreich gewann die Männer-Nationalmannschaft nach einer beeindruckenden Vorstellung auf allen Positionen zum dritten Mal in Folge den Titel. Für Albrecht ist somit die Medaillensammlung bei den internationalen Events komplett, nachdem er zuvor bereits Europameister und World-Games-Sieger geworden war.

Im WM-Finale hatte der Herausforderer aus dem Nachbarland nicht den Hauch einer Chance, nach nicht einmal 50 Minuten Spielzeit jubelte Deutschland und machte bei den 15. Titelkämpfen den zwölften WM-Gewinn perfekt. „Dieses Finale war annähernd perfekt. Wir haben eine wirklich tolle Leistung gezeigt“, freute sich Bundestrainer Olaf Neuenfeld.

„Wir haben das Finale von Beginn an dominiert und ein bis zwei Klassen besser gespielt als Österreich“, beschrieb der Ahlhorner das entscheidende Spiel gegen den Nachbarn aus seiner Sicht. Dass der 26-Jährige im wichtigsten Turnierspiel – genauso wie zuvor im Halbfinale beim 3:0 gegen die Schweiz – nur zuschauen durfte, störte ihn im Nachhinein allenfalls wenig. „Natürlich hätte ich bei der WM und angesichts dieser Kulisse auch gerne ein, zwei Sätze mehr gespielt. Aber die fünf Spieler, die auf dem Feld standen, haben es immer richtig stark gemacht, da gab es keinen Grund zu wechseln“, berichtete Albrecht und schrieb dabei den gelebten Teamgedanken groß. Ein Sonderlob sprach er trotzdem für den deutschen Hauptangreifer aus: „Patrick Thomas muss ich einfach hervorheben. Wie er mit dem Druck, der auf ihm lastet, umgeht und jedes Spiel seine Bestleistung abruft, ist einfach nur beeindruckend.“

Auch bei seinem Heimatverein ist die Freude groß. „Das war eine wahnsinnige WM mit einem grandiosen Ende – und Tim wird Weltmeister“, sagte Ahlhorns Faustball-Abteilungsleiter Ulrich Meiners. Um die Leistung ihres Spielers zu würdigen, plant der ASV für diesen Montag, 19. August, (19 Uhr) einen Empfang im Stadion an der Katharinenstraße.

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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