Wildeshausen Jan Lehmkuhl kannte in der 88. Minute kein Halten mehr. Seine Wildeshauser Mannschaftskollegen hatten Mühe, ihn nach seinem Jubelsprint an der Außenlinie einzufangen. Die Jubeltraube, unter der er schließlich doch begraben wurde, wollte kein Ende nehmen, zu groß war die Freude beim VfL Wildeshausen nach dem 3:2-Siegtreffer von Lehmkuhl in der Landesliga-Begegnung gegen den TV Bunde. „Das ist doch das Schönste am Fußball, was es gibt, vor so einer Kulisse den Siegtreffer zu erzielen“, freute sich der Doppeltorschütze.

Die Partie am Sonntagnachmittag im Krandel-Stadion bot alles, was das Fußball-Herz begehrt. Bei strahlendem Sonnenschein lieferten sich beide Mannschaften vor rund 300 Zuschauern viele packende Zweikämpfe, Torraumszenen, jede Menge Emotionen und eine Dramaturgie der besonderen Art.

Zur Halbzeit hatten die Gastgeber noch mit 0:2 hinten gelegen, obwohl sie mehr vom Spiel als der konterstarke Gegner hatten. Doch eine Energieleistung nach Wiederanpfiff, der eine flammende Rede von VfL-Trainer Marco Elia in der Kabine vorausgegangen war, brachte die Wende und den dritten Saisonsieg in Folge vor heimischer Kulisse. „Das war heute Schwerstarbeit. Die Willensstärke und der Teamgeist waren ganz entscheidend. Die Jungs halten auf dem Platz einfach toll zusammen“, lobte VfL-Trainer Marcel Bragula sein Team, das auf Platz neun kletterte.

In der ersten Halbzeit setzte die einzige echte Wildeshauser Spitze in einem 4:5:1-System, Lennart Feldhus, bereits in der fünften Minute mit einem Lattenkopfball ein Ausrufezeichen. Doch das 1:0 fiel auf der Gegenseite, als nur zwei Minuten später Eike-Tjark Schmidt einen Abpraller im Strafraum einnetzte.

In der Folge hatte Wildeshausen mehr vom Spiel, attackierte früh und kombinierte teilweise gefällig. Doch echte Torgefahr entwickelte der VfL gegen die zweikampfstarken Gäste kaum, während die Bunder immer wieder mit langen Diagonalbällen ihre schnellen Offensivspieler in Szene setzten. In der 42. Minute bediente der quirlige Alexander Vogel Teamkollege Daniel Hoppen, der von der linken Strafraumseite einnetzte. „In der ersten Halbzeit hat teilweise die Abstimmung in der Defensive nicht gestimmt“, kritisierte Bragula.

Nach der Pause stellte der VfL auf ein 4:3:3 um. Der eingewechselte Janek Jacobs sorgte zudem bei seiner Rückkehr für großen Schwung auf der linken Seite. In der 62. Minute gelang erst Feldhus per Flachschuss im Strafraum das 1:2, ehe Jan Lehmkuhl nur zwei Minuten später im 16er von der rechten Seite zum 2:2 in die lange Ecke schlenzte. Fortan kochten nach einigen harten Zweikämpfen die Emotionen hoch, so dass Bundes Co-Trainer Wilfried Kampen in der 67. Minute die Trainerbank verlassen musste.

In der 88. Minute war es dann erneut Lehmkuhl, der sich nach abermals feinem Zuspiel von Sascha Görke durchsetzte und von der rechten Ecke des Fünfmeterraumes ins lange Ecke zum 3:2 traf. Die große Chance zum Ausgleich ließ in der Nachspielzeit (90.+2) Tim Schouwer aus, der von rechts freistehend nur das Außennetz traf.

Sebastian Friedhoff Redakteur / Newsdesk
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