Wildeshausen Große Maulwurfshügel, Pfützen und Matsch: Die Sportanlage am Wildeshauser Krandel macht derzeit einen unwirtlichen Eindruck. Ein geregelter Spielbetrieb ist nicht möglich. Das soll im nächsten Jahr anders werden: Im städtischen Haushaltsplan ist eine Investition von 250 000 Euro veranschlagt. Unter anderem soll das Wildeshauser Stadion eine Drainage erhalten.

An der Notwendigkeit der Maßnahme gibt es keinen Zweifel: Schon bei starken Regenfällen seien die Plätze unbespielbar, erläuterte Krandelverwalter Wolfgang Sasse, zugleich Vorsitzender des VfL Wittekind. In diesem Jahr seien noch mehr Spiele ausgefallen, als in den Jahren zuvor. Die Liste der Fußball-Nachholspiele sei lang.

Gemeinsam mit Lothar Schulz, Leiter der VfL-Volleyballabteilung, inspizierte Sasse kurz vor dem Jahreswechsel noch einmal die Anlage. Um dem Regenwasser Herr zu werden, denke der Verein über eine zusätzliche Versickerungsmulde zwischen Trainingsplätzen und der neuen Beach-Sportanlage am Rämmi-Dämmi nach. Aus dem Budget von 250 000 Euro sollen auch zwei Flutlichtanlagen installiert werden. Eine soll in jedem Fall an Platz 1 stehen. Der Standort der zweiten Anlage sei noch offen. Sasse zufolge werde der VfL-Vorstand mehrere Angebote einholen und Anfang des Jahres entscheiden. Der Krandelverwalter hofft, dass die Masten zum Punktspiel-Auftakt im Sommer 2018 stehen.

Im Rahmen der vergangenen Ratssitzung hatte sich UWG-Ratsherr Heiner Spille verwundert gezeigt, dass die Summe noch in den Haushalt 2018 eingestellt wurde und zuvor nur nicht-öffentlich im Finanzausschuss beraten worden sei. Seinem Wunsch, die Investitionsmaßnahme bis zur öffentlichen Beratung im Fachausschuss mit einem Sperrvermerk zu versehen, folgte die Ratsmehrheit nicht. Kämmerer Thomas Eilers argumentierte, der Haushalt sei schließlich für jeden Bürger öffentlich einsehbar.

Krandelverwalter Sasse muss zu Beginn des neuen Jahres noch ein weiteres Problem lösen: Platzwart Uwe Kricke wechselt Mitte Januar zum Fußball-Bundesligisten Werder Bremen. Ein Nachfolger für den Krandel wird dringend gesucht. „Bewerbungen bitte sofort an mich“, hofft Sasse auf viele Interessenten.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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