Wildeshausen Unter Kennern gilt der Golfschwung als einer der schwierigsten Bewegungsabläufe im Sport. Um einen schnellen und flüssigen Abschlag hinzubekommen und den Ball mit wenigen Versuchen im Loch unterzubringen, bedarf es Monate oder sogar Jahre intensiven Trainings. Viel Zeit und Schweiß haben die Golftalente vom GC Wildeshauser Geest bereits auf dem Grün investiert – und es hat sich gelohnt: Die jungen Sportler triumphierten am vergangenen Wochenende auch beim Turnier in Syke und sicherten sich damit den Wanderpokal des Jugendcups „Bremen und Umzu“.

„Ab der Hälfte der Saison lagen wir in der Mannschaftswertung zwischenzeitlich vorn und haben auch vor dem letzten Turnier in Syke geführt“, berichtet Jugendtrainer Rolf Musielski, der die Abschlagsexperten zusammen mit dem hauptamtlichen Golflehrer Glyn Morris betreut. Der zweitplatzierte GC Oberneuland lieferte sich mit den Wildeshausern ein Kopf-an-Kopf-Rennen und hätte in Syke sogar noch Platz eins erobern können, „wenn sie sehr stark gespielt hätten“.

Meisterschaft erwartet

Doch abermals waren es die jungen Golfer Tammo Bekaan, Jannik Gieschen, Tim Menke, Daniel Nerger, Alexander Arndt, Tom Hoppe, Jonas Langhorst, Carl Schütze, Mika Ambrosius und Leon Meyerdiercks, die sich in der Mannschaftswertung an die Spitze des Feldes der 19 teilnehmenden Clubs aus dem norddeutschen Raum setzten.

Förderung von Golftalenten

Der Jugendcup „Bremen und Umzu“ ist eine länderübergreifende Spielgemeinschaft zur Förderung des Jugendgolfs für Kinder und Jugendliche bis 21 Jahre.

Jeweils einen Turniertag mit einem 18 Loch-Turnier und/oder einem 9 Loch-Turnier richten die teilnehmenden Clubs aus. Die Netto-Ergebnisse der Spieler aus beiden Gruppen bilden das Mannschaftsergebnis des Clubs. Am Ende der Saison bekommt die Siegermannschaft den Wanderpokal.

Gewonnen hat in dieser Serie der GC Wildeshauser Geest (814 Punkte) vor GC Oberneuland (791), GC Syke (777), GC Königshof Sittensen (761) und GC Vechta-Welpe (759).

In Wildeshausen hatte man schon zuvor „damit gerechnet, dass wir Meister werden würden“, meint Musielski. Der Trainer sieht in der stetigen Verbesserung seiner Golfer den Hauptgrund für das erfolgreiche Abschneiden. „Wir hatten einige Jugendliche, die sich im Verlauf des Jahres von der Vorgabe -44 auf Vorgabe -19 gesteigert haben. Das ist schon gewaltig“, berichtet Musielski. Ein Anfänger mit Vorgabe -44 (auch Handicap genannt) erhält zusätzlich zu den vorgesehenen Schlägen weitere 44 „Extraschläge“. So wird sichergestellt, dass bei Duellen zwischen Golfern unterschiedlicher Spielstärke auch die Anfänger eine Chance auf den Sieg haben. Das Handicap hat keine andere Funktion, als die Netto-Spielergebnisse ins Verhältnis zu setzten.

Fruchtbare Arbeit

Begeistert nahm die Truppe den Triumph beim Jugendcup auf, der dem intensiven Training zu verdanken ist. Zweimal die Woche arbeitet Morris mit den Fortgeschrittenen, während sich Musielski um die Anfänger kümmert. Eine fruchtbare Zusammenarbeit, wie sich zeigt.

„Mitte des Jahres war es manchmal ein bisschen schwierig, die Jugendlichen für die Turniere zusammenzubekommen“, sieht Musielski sogar noch Steigerungspotenzial. Auf einige Turnieren hätte man verzichten müssen, da sich nicht die für die Teamwertung erforderliche Mindestzahl von vier Spielern gefunden hätte. Wenn sich dies bessert, könnte der Wanderpokal auch im kommenden Jahr seine Heimat in Wildeshausen finden.

Arne Jürgens Redakteur / Redaktion Westerstede
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