Wildeshausen Viel zu meckern hatte Gunther Wieking, Trainer der Volleyballerinnen des VfL Wildeshausen, am vergangenen Samstag nicht. „Es war fast die perfekte Ausbeute“, sagte Wieking nach dem Heimspieltag seiner Mannschaft in der Landesliga. Beide Partien gegen TuS Wremen (3:0) und ATSV Scharmbeckstotel (3:2) konnten die Wildeshauserinnen für sich entscheiden. Allerdings kostete der Fünfsatzsieg im zweiten Spiel einen Punkt – dennoch reichte die Ausbeute, um mit nunmehr 15 Zählern aus sieben Partien den VfL Oythe III (14 Punkte/6 Spiele) von der Tabellenspitze zu verdrängen.

VfL Wildeshausen - TuS Wremen 3:0 (25:21, 25:6, 25:17). Im ersten Spiel gegen den Tabellenneunten verlief der erste Satz lediglich in der Anfangsphase noch ausgeglichen. „Wir sind erst schwer reingekommen, konnten uns dann aber absetzen“, berichtete Wieking. Dies gelang besonders gut in der Phase zwischen dem 12:8 und 17:9. Zu einer ganz klaren Sache wurde der zweite Durchgang, und auch im dritten Abschnitt blieb der VfL gegen seinen Widersacher aus dem Landkreis Cuxhaven konzentriert.

VfL Wildeshausen - ATSV Scharmbeckstotel 3:2 (18:25, 25:18, 25:14, 23:25, 15:5). Deutlich umkämpfter war die zweite Partie gegen die Gäste aus dem Landkreis Osterholz. Der VfL startete zu Beginn ohne seine gesundheitlich leicht angeschlagene Angreiferin Ina Diephaus, auch auf anderen Positionen nahm Wieking nun Änderungen vor. „Ich wollte allen Spielerinnen viel Matchpraxis geben“, begründete der Trainer die Rotation. Allerdings offenbarte der VfL dadurch einige Abstimmungsschwierigkeiten, die vom ATSV genutzt wurden.

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Im zweiten Satz schickte Wieking seine routinierte Angreiferin wieder auf das Spielfeld. Diephaus war es dann auch, die beim 10:14-Rückstand zum Aufschlag schritt und großen Anteil daran hatte, dass der VfL wenig später mit 17:14 in Führung ging. „Dann waren wir wieder drin und haben auch den dritten Satz souverän gewonnen“, berichtete Gunther Wieking. Gute Aufschläge fehlten dem VfL wiederum im vierten Satz. „Unsere Quote lag da vielleicht gerade mal bei zehn Prozent“, erklärte der Coach den 14:20-Rückstand seines Teams. Die Aufholjagd kam anschließend zu spät, um das Blatt zu wenden – doch erspielte sich Wildeshausen dadurch Sicherheit für den entscheidenden fünften Satz. Hier legten die Gastgeberinnen dank Sina Meyer sofort eine Aufschlagserie zur 8:0-Führung hin und brachten diese nach dem Seitenwechsel locker nach Hause.

„Wir wollten nach diesem Spieltag wieder Tabellenführer sein – das haben wir geschafft. Jetzt hoffen wir, so lange wie möglich oben dran zu bleiben“, sagte Wieking.

VfL: Angela Bleyle, Monika Blömer, Andrea Kruse, Klara Schütte, Roxy Hillmann, Ina Diephaus, Antje Stahl, Zornitsa Kostadinova, Sina Meyer, Emily Charis Wedermann, Katrin Schröder, Lea Gebken

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Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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