Wildeshausen Das Wildeshauser Krandelbad bietet am Sonntag, 24. September, von 14 bis 17 Uhr erstmals ein Hundeschwimmen im Freibad an. Im Gespräch mit Schwimmbadleiter Marcel Buller erklären wir, was Frauchen und Herrchen dazu wissen müssen.

Wer hatte die Idee zu der Aktion?

„Das Hundeschwimmen ist in Deutschland im Moment absolut im Trend“, erklärt Buller. Deshalb wolle auch das Krandelbad eine derartige Aktion anbieten. Der letzte Tag des „normalen Schwimmbetriebs“ im Freibad ist am Donnerstag, 14. September. Falls es gutes Herbstwetter gebe, wäre eine Verlängerung um eine Woche möglich.

Warum wurde der 24. September gewählt?

„Falls wir die Freibadsaison um eine Woche verlängern sollten, hätten wir genug Abstand“, erklärt Buller. Der Sonntagnachmittag wurde gewählt, weil die Familien in der Regel sonntags erst ausschlafen. Die meisten Hundehalter seien am Sonntagnachmittag ohnehin unterwegs.

Was kostet das?

Das Krandelbad nimmt zwei Euro Eintritt pro Hund. Frauchen, Herrchen und weitere Familienangehörige haben freien Eintritt. Es dürfen sowohl Schwimmer- wie Nichtschwimmerbecken genutzt werden. Gerne dürfen die Hundehalter Spielsachen und Leckerlis für ihre Tiere mitbringen, heißt es.

Darf jeder Hund ins Freibad kommen?

Im Prinzip ja. An der Kasse muss ein Impfausweis für das Tier vorgelegt werden. Eine „Zeckenkontrolle“ oder dergleichen finde nicht statt. Zum Hintergrund: Das Freibad ist zu diesem Zeitpunkt bereits geschlossen. Das Krandelbad-Team lässt die technischen Anlagen weiter laufen. Allerdings werde die Chlorung des Beckens abgestellt, erläutert Buller. „Im Wasser befinden sich also keine Chemikalien mehr.“ Das komme dem Tierwohl zugute. Nach dem Event werden alle Anlagen abgeschaltet. Die Becken-Entleerung und die Reinigung erfolgen im Frühjahr nächsten Jahres.

Wie bewerten Fachleute die Aktion?

„Das ist genial für die Hunde“, sagt die Wildeshauser Tierärztin Simone Haake. Ähnlich wie beim Menschen werde der Rücken der Vierbeiner entlastet. Außerdem würden beim Spiel im Wasser viele Muskeln beansprucht. Haake wies darauf hin, dass das Schwimmen in Gewässern wie der Hunte nicht unproblematisch sei. Wenn sich etwa viele Bakterien oder Algen im Wasser befinden, könne das allergische Reaktionen hervorrufen. Mittlerweile gebe es etliche Hundehotels, die auch Schwimmbäder hätten.

Wird die Aktion im Freibad bei Erfolg wiederholt?

„Das kann ich mir sehr gut vorstellen“, erklärt der Badbetriebsleiter. Schon jetzt gebe es ein großes Echo auf der Facebook-Seite des Bades.

Wie ist insgesamt die Freibad-Saison gelaufen?

Buller ist angesichts der wechselhaften Wetterlage in diesem Sommer noch recht zufrieden. Er geht aber davon aus, dass die Besucherzahl unter der des Vorjahres liegt. Im Sommer 2016 wurden gut 91 000 Besucher im Freibad gezählt. Vertreten seien alle Generationen. Auffällig sei, dass immer weniger junge Menschen zwischen 17 bis 25 Jahren das Freibad nutzen. Sie ziehe es eher an die Seen.

  Liebe Leserinnen, liebe Leser:Was halten Sie von der Aktion? Schreiben Sie uns unter https://www.facebook.com/OldenburgerKreiszeitung/

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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