Wildeshausen Fleiß zahlt sich aus: Eine Phrase, die gern und vielleicht auch zu oft verwendet wird. Doch im Fall der Bezirksliga-Fußballer des VfL Wildeshausen trifft diese Redewendung den Kern. Erst fünfmal konnte die Mannschaft von Trainer Klaus Ebel im Jahr 2013 auf einem Rasenplatz trainieren. „Meine Spieler haben jede Alternative zum Training genutzt, um fit zu bleiben. Dafür wurden sie belohnt“, sagte Ebel am Ostermontag nach dem zweiten Sieg binnen drei Tagen. „Sechs Punkte, kein Gegentor – das sind schöne Ostern“, lautete sein Fazit.

TV Esenshamm – VfL Wildeshausen 0:1. 85 Minuten lang zeichnete sich am Sonnabend ein torloses Unentschieden ab – dann hätten die Gastgeber durch Kevin Lanzendörfer fast das 1:0 erzielt. Doch VfL-Schlussmann Sebastian Pundsack parierte glänzend. Er machte einen weiten Abwurf, Sascha Görke spielte den Ball in die Mitte, und der eingewechselte Rene Tramitzke vollstreckte zum umjubelten Sieg. „Es war ein Spiel auf ein Tor, allein Janek Jacobs hat drei gute Möglichkeiten vergeben“, ärgerte sich Ebel über die zuvor zahlreiche vergebenen Chancen.

Dennoch war er nicht ganz unzufrieden mit dem Auftritt seiner Elf. „Ich war überrascht, dass wir Esenshamm so gut im Griff hatten.“ TVE-Trainer Kai Künning meinte: „Schade, aber wir sind einfach noch nicht clever genug, das Unentschieden über die Zeit zu retten.“

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Besonders im zweiten Durchgang bestimmte Wildeshausen das Tempo. Der TVE verlor den Ball zumeist schon in der eigenen Hälfte und lud den Gegner förmlich zum Angreifen ein. „Wir spielen, als ob wir flippern“, rief Künning seinen Männern zu.

VfL Wildeshausen – Eintracht Wiefelstede 2:0. Ein souveräner Erfolg, der die Serie der Wildeshauser auf 14 Begegnungen ohne Niederlage ausbaut. Also alles in bester Ordnung beim Tabellenzweiten VfL? „Wir haben so viele klare Torchancen vergeben, das geht auf – wie sagt man? – keine Kuhhaut“, haderte Klaus Ebel wie schon gegen Esenshamm mit der Torausbeute. „Das war das schwächste Spiel in unserer Serie ohne Niederlage und ein hartes Stück Arbeit. Aber auch solche Spiele muss man erst einmal gewinnen“, zollte der Trainer dem Gegner durchaus Respekt.

Dabei ging es gut los für die Gastgeber. Mit der ersten Chance nach drei Minuten fiel auch der Führungstreffer: Janek Jacobs hatte sich auf der linken Seite durchgesetzt und den in der Mitte lauernden Majues Gebhardt-Bauer bedient. Zwar kamen die Gäste hin und wieder gefährlich vor das Gehäuse des VfL. Doch Rene Tramitzke erzielte nach 36 Minuten das nächste Tor, er war nach schöner Kurzpasskombination in der Mitte frei durch und ließ Eintracht-Keeper Sven Fastje keine Chance.

Die Anfangsphase der zweiten Halbzeit gehörte den Gastgebern. Doch Tramitzke, der überall zu findende Jacobs sowie Görke scheiterten zwischen der 48. und 62. Minute im letzten Moment. So richtig brenzlig wurde es im Strafraum des VfL nur noch in einer Szene: Nach einem Freistoß kam ein Spieler der Gäste aus nächster Nähe zum Abschluss. Pundsack war mit einem starken Reflex jedoch zur Stelle.

Wiefelstede suchte zwar weiterhin den Weg nach vorne. Aber die Defensive der Wildeshauser ließ keine Möglichkeiten mehr zu. Auf der anderen Seite verpassten Jacobs, Gebhardt-Bauer und Tramitzke, das vorentscheidende 3:0 zu erzielen. So bleib es letztlich beim verdienten 2:0-Erfolg. „Meine Jungs glauben nicht mehr ans Verlieren. Das könnte sich irgendwann vielleicht noch einmal rächen“, schmunzelte Ebel nach Spielschluss.

Lars Herrmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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