Wildeshausen „Es hat nicht so angefangen, wie geplant“, sagt Marcel Bragula. Seit einer Woche läuft das Training des Fußball-Landesliga-Absteigers VfL Wildeshausen. Nur Montag und Dienstag habe die Mannschaft auf den Plätzen trainieren können. Dann kam der große Regen. „Die Einheiten am Donnerstag, Freitag und Samstag mussten wir als Laufeinheiten improvisieren“, erzählt der Coach. „Da soll niemand rumheulen – das war früher Gang und Gebe“, meint er und fügt hinzu: „Es sagt auch keiner was.“ Um das Training abwechslungsreicher zu gestalten seien die Strecke geändert und Intervalle eingebaut worden. Am Samstagabend gab es ein Mannschaftsessen. „Die Stimmung hervorragend.“

VfL steckt im Umbruch

Dabei findet bei den Krandelkickern derzeit ein Umbruch statt. Mit Jan Lehmkuhl, Lennart Feldhus, Lukas Schneider, Tom Schmidt und Frederik Dittmar fehlen in der kommenden Bezirksliga-Spielzeit wichtige Stützen. „Es sind Abgänge, die schmerzen – das tut schon weh“, kommentiert Bragula die Abgänge, insbesondere die von Lehmkuhl und Schneider. „Das ist nun einmal so heutzutage“, sagt der Trainer. Die Identifikation mit einem Verein sei eine andere. Studium oder Beruf würden ihr übriges tun.

Dennoch habe er nun mit aktuell 19 Spielern im Kader eine Mannschaft zusammen, die sich entwickeln könne. „Ich bin von der Zusammenstellung überzeugt“, sagt Bragula. Und auch charakterlich sei das Team eventuell sogar gefestigter als in der vergangenen Saison. „Mit Ole Willms, Timo Höfken und Philipp Finger habe ich drei Spieler, die aus der U 23 kommen“, weiß er. Willms und Finger spielten in der U 23 bereits unter der Führung von Bragula. „Da weiß ich, dass ich mich zu 100 Prozent auf sie verlassen kann“, sagt er und betont: „Ich traue ihnen den Schritt in die Bezirksliga zu.“

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Außerdem seien auch die Zugänge vom TSV Ganderkesee wichtig: So komme mit Torwart Felix Dittrich ein Wildeshauser zurück. „Das ist auch extrem wichtig, weil Lauren Riedel weg geht“, sagt Bragula. Und auch Michael Eberle und Christoph Stolle seien maßgebliche Zugänge. Während Eberle noch bis Freitag im Urlaub war, habe Stolle in der vergangenen Woche bereits mittrainiert. „Ich habe einen hervorragenden Eindruck von ihm – auch was die Fitness angeht“, lobt der Coach, der ein „gutes Gefühl“ bei den Zugängen hat. „Sie kommen zwar aus der Kreisliga, aber haben definitiv Bezirksliga-Qualität.“

Außerdem seien mit Alexander Kupka und Sebastian Bröcker zwei Langzeitverletzte wieder ins Training eingestiegen, so Bragula. Und auch wenn ihm bewusst sei, dass die Wildeshauser nicht so aufgestellt seien, wie im vergangenen Jahr, habe er immer noch eine gute Mannschaft. Zu der noch ein oder zwei Akteure stoßen könnten. „Wir testen bis Mitte Juli noch ein, zwei Leute“, erzählt Bragula, der gerne mit einem 20er Kader in die Saison starten würde. Namen wolle er noch keine nennen. Doch: „Wir machen das ganze nicht auf Teufel komm raus, das muss stimmen.“ Und auch die Torwartfrage kläre sich erst mit Ende der Vorbereitung.

Neue Spieler fördern

Dabei legt der Trainer neben Technik, Taktik und Kondition viel Wert auf die Psyche. „Bei einem Umbruch ist der Teamgeist besonders wichtig“, sagt er. „Die kommende Saison wird mit Sicherheit die schwerste seit Jahren – in der Bezirksliga sind richtig gute Mannschaften dabei.“

Natürlich hätte er auch gehen können, sagt der Coach, aber: „Ich bin hochmotiviert, die Mannschaft nach vorne zu bringen.“ Und auch die Philosophie des Vereins, den Akteuren kein Geld zu zahlen, unterstütze er sehr. „Ich freue mich darauf, neue Spieler zu fördern“, sagt Bragula, der bereits im achten Jahr Trainer in Wildeshausen ist. Dabei freut er sich auch auf die Unterstützung von außen: „Ich bin davon überzeugt, dass das Publikum uns unterstützen wird.“

Ellen Kranz Reporterin / Reportage-Redaktion
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