Wildeshausen Ein Golfplatz in Wildeshausen, das wär’s. Diese Idee wurde bereits 1970 geboren. Doch erst, als am 13. November 1972 ein gewaltiger Sturm über Wildeshausen tobte und rund 100 Hektar Wald der Naturgewalt zum Opfer fielen, nutzte der Landwirt Dr. Georg Meyer-Spasche die Aufräumarbeiten, um auf seinem Gelände eine 9-Loch-Golfanlage anzulegen. Am 1. April 1978 erfolgte der erste Abschlag, und der damalige Pro Peter Ries gab die erste Trainerstunde. Nun blickt der Golfclub Wildeshauser Geest auf 40 Jahre Golf in der Kreisstadt zurück.

Golfball BILD: Privat

Zur Geschichte des Golfclubs Wildeshauser Geest

13. November 1972: Der Sturm „Quinburga“ tobt über Wildeshausen. Rund 100 Hektar Wald werden in Mitleidenschaft gezogen.

1975: Aufräumarbeiten unter der Regie von Dr. Georg Meyer-Spasche sind quasi der offizielle Baubeginn für den Platz. 1977 wird der Rasen eingesät.

1. April 1978: Beginn des Spielbetriebs. Der damalige Pro Peter Ries gibt die ersten Trainerstunden.

25. April 1978: Der Club wird unter dem Namen „Golf-Club Wildeshausen“ ins Vereinsregister eingetragen.

1981: Erstmals werden Meisterschaften des Golf-Professional-Verbandes Niedersachsen ausgetragen. Es ist mittlerweile eng geworden im Clubhaus, dem heutigen Proshop. Ein neues Clubhaus wird gebaut.

1994: Die Verlängerung des bis 1999 befristeten Pachtvertrags mit Meyer-Spasche erweist sich als schwierig. Der Vorstand wird beauftragt, ein neues Gelände zu suchen. Auf Initiative von 16 Clubmitgliedern gelingt es, kurz vor Auslaufen des Pachtvertrags das Gelände in Spasche zu kaufen.

18. Dezember 1998: Gründung des „Golfclubs Wildeshauser Geest“. Der „Golf-Club Wildeshausen“ wird zum Jahresende aufgelöst.

2018: Der Club hat rund 350 Mitglieder. Die gesamte Anlage ist mittlerweile wieder im Besitz des Clubs, da die „Golfplatz GmbH & Co. Betriebs-KG“ 2013 den Verkauf des Platzes an den „Golfclub Wildeshauser Geest e.V.“ angeregt hatte. Am 29. Juli 2018 wird „40 Jahre Golf in Wildeshausen" gefeiert.

Golf-Schnupperkurse

Gefeiert werden soll mit einem „Tag der offenen Tür“ am Sonntag, 29. Juli, auf der idyllischen, gut 30 Hektar großen Anlage. „Wir laden alle Interessierten – Golfer wie Nicht-Golfer – auf unseren Platz ein“, sagte die 2. Vorsitzende Ina Förster am Mittwoch im Beisein von Schriftführerin Ulla Behnke-Eylers und Schatzmeister Franz Bahlmann. Zwischen 10 und 18 Uhr wird ein attraktives Programm angeboten. Hier einige Beispiele:
 Golflehrer Glyn Morris gibt zwischen 10.30 und 16.30 Uhr stündliche Schnupperkurse auf der Driving Range.
 Auf dem „Putting Green“ gibt es jeweils um 12, 14 und 16 Uhr Putting-Wettbewerbe.
 In Begleitung erfahrener Golfer können stündlich zwischen 11 und 17 Uhr einzelne Bahnen gespielt werden.
 Ganztägig sind Rundfahrten mit dem E-Cart über den Golfplatz möglich.

Daneben bietet die Jugendabteilung diverse Spiele an. Zum Jazzfrühschoppen ab 11 Uhr wird Heere Junker („Dr. Beat“) samt Begleitung erwartet. Es gibt mehrere Food-Trucks mit warmen Leckereien, Kaffeespezialitäten, selbst gebackenen Kuchen und Torten. An einer Bar werden Cocktails gemischt, kündigte Franz Bahlmann an.

Förster zufolge gibt es an diesem Tag besondere Angebote für Golf-Einsteiger. Wer am Tag der offenen Tür eine zwölfmonatige Schnuppermitgliedschaft abschließt, zahle lediglich 449 Euro. Regulär kostet die Mitgliedschaft 450 Euro zuzüglich 199 Euro für die Platzerlaubnis. Mit der „Platzreife“ kann jeder Golfer – je nach Handicap – quasi auf jeder Golfanlage weltweit spielen, erläuterte die 2. Vorsitzende. Sie wies zugleich auf die attraktiven Tarifmodelle für junge Familien hin. Junge Sportler bis zum 27. Lebensjahr zahlen 19 Euro pro Monat. Inzwischen habe der Verein 350 Mitglieder – mit leicht steigender Tendenz. Die 35 Jugendlichen im Verein seien sportlich sehr erfolgreich.

Am Festtag gibt es um 11 Uhr zudem einen Empfang für geladene Gäste. Neben zahlreichen langjährigen Mitgliedern werden auch Bürgermeister Jens Kuraschinski und Landrat Carsten Harings erwartet, so Förster. Am Samstag, 28. Juli, werde es einen Tag nur für Mitglieder geben.

Sport unvergleichlich

Aber was ist am Golf das Besondere? Ulla Behnke-Eylers hat darauf eine einfache Antwort: „Fußballplätze sehen überall gleich aus. Aber jede Golfanlage hat etwas Eigenes, ist unvergleichlich.“ „Golf ist mehr als Sport“, sagt Ina Förster, „es ist ein Stück Lebensqualität.“ In der hektischen Zeit sei Golf der ideale Sport, um zu entschleunigen.

Stefan Idel
Redaktionsleitung
Redaktion Wildeshausen

Weitere Nachrichten:

Morris Motor | Dr. Beat

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.