Wildeshausen Die Karten werden neu gemischt, das Spiel beginnt: An diesem Wochenende startet die neue Saison in der Fußball-Kreisliga. Die Lokalsportredaktion der NWZ wagt wieder eine kleine Knobelei, wie es wohl nach dem letzten Spieltag am ersten Juniwochenende 2019 ausgehen könnte. Sind die Trumpffarben blau-gelb (SV Atlas Delmenhorst II) oder doch schwarz-rot (VfR Wardenburg)? Oder können die Blau-Weißen aus Ahlhorn und Harpstedt Kontra geben?

Der Titelkampf

Das perfekte Blatt scheint auf den ersten Blick der SV Atlas Delmenhorst II in der Hand zu haben. Mit den vorhandenen Buben könnte die Oberliga-Reserve des SVA unter dem neuen Trainer Daniel von Seggern locker einen „Grand“ spielen. Im Kader tummeln sich zahlreiche Akteure mit höherklassiger Erfahrung, unter anderem absolute Asse wie Torjäger Dominik Entelmann, Hanno Hartmann, Dennis Metzing oder Florian Knipping. Zusätzliche Trümpfe kamen mit den externen Neuzugängen wie Dariusch Azadzoy, Jonas Dittmar oder Zinar Sevimli. Bei so viel Qualität müsste einiges schief laufen, wenn Atlas dieses Spiel nicht nach Hause bringt.

Gute Karten haben auch der VfR Wardenburg, Ahlhorner SV und Harpstedter TB. Gerade Wardenburg reizt seit Jahren mit seinem Potenzial, doch der ganz große Stich in der Liga blieb dem VfR bislang verwehrt. „Wir wollen auf jeden Fall wieder ganz vorne mitmischen“, trumpft Wardenburgs Trainer Sören Heeren schon einmal verbal auf.

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Nachdem der Ahlhorner SV im Juni nur knapp aus dem Schneider gekommen ist und die Klasse gehalten hat, will sich der Kreisliga-Dino nicht noch einmal verzocken und hat deswegen im Sommer einige Joker geangelt. „Königstransfer“ war dabei sicherlich Liridon Stublla vom Oberliga-Aufsteiger VfL Oythe. Das Team, wenn es sich als solches findet, dürfte diesmal sehr viele Stiche holen.

Der Harpstedter TB als Vizemeister der vergangenen Saison setzt wieder sein Pokerface auf und wird unter A-Lizenz-Inhaber Jörg Peuker die Saison sicherlich nicht nur aus dem Grund angehen, um artig zu bedienen. Allerdings wird die spielstarken Harpstedter niemand mehr unterschätzen, so dass sie im Spitzenquartett „nur“ Vierter werden. Eine erste Standortbestimmung im Titelkampf gibt es bereits an diesem Sonntag um 15 Uhr, wenn sich mit Harpstedt und Atlas II zwei Favoriten auf dem Schulsportplatz des HTB kreuzen.

Die Verfolger

Keine Frage: Die Verfolger haben ebenfalls gute Karten auf der Hand und könnten auch den Topteams richtig Kontra geben. Der TV Dötlingen hat gerade im zweiten Teil der vergangenen Saison die komplette Konkurrenz blank gespielt und belegte als beste Rückrundenmannschaft einen starken vierten Platz im Gesamtklassement. Ein solches Kunststück zu wiederholen ist immer schwer – wenngleich auch nicht unmöglich.

Genau umgekehrt lief es beim TuS Heidkrug: Nach Platz zwei im Herbst wurde die Rückrunde zum Kreuz, was Trainer Selim Karaca mehrfach gepikt haben dürfte. Am Ende wurde es dennoch Rang fünf, in die Richtung dürfte es auch diesmal für die Heidkruger gehen.

Der TV Munderloh ließ sich vor einem Jahr zunächst blank spielen, zauberte dann aber seine Trümpfe aus der Hinterhand und wurde schließlich noch Achter. In dieser Saison macht das Team von Ex-Profi Ralf Eilenberger sicherlich noch einen Stich mehr, wird Siebter und bleibt damit wieder genau einen Platz vor dem DTB.

Unteres Mittelfeld

In der zweiten Tabellenhälfte, vielleicht sogar schon knapp drüber, beginnt in dieser Saison bereits der Abstiegskampf. Nach seinem starken Solo in der 1. Kreisklasse wird sich der Aufsteiger TuS Hasbergen auch in neuer Umgebung zurechtfinden und zur positiven Überraschung werden.

Der FC Huntlosen schafft es unter seinem alten und neuen Trainer Maik Seeger relativ schnell, aus dem Schneider zu kommen. Vielmehr sind die Huntloser sogar dazu in der Lage, einige Favoriten zu narren. Nur zum einstelligen Tabellenplatz – das eigene Wunschergebnis – wird es am Ende nicht ganz reichen.

Hinter dem TV Jahn Delmenhorst reiht sich der TSV Großenkneten auf Platz zwölf ein – zumindest wenn der 7:3-Erfolg im Kreispokal gegen den KSV Hicretspor in dieser Woche kein Bluff war.

Abstiegskampf

Auch der zweitbeste Aufsteiger – RW Hürriyet – bleibt drin, muss sich dafür aber gewaltig strecken und in der Winterpause eventuell auch noch mal den einen oder anderen Joker aufnehmen.

Der TSV Ganderkesee sieht für sich zwar einen Mittelfeldplatz, landet aber in der Endabrechnung nur knapp über dem Strich. Zu groß wiegt der sportliche Verlust von mehreren Leistungsträgern. Dennoch zeigt der TSV viel Herz und sichert sich deswegen den Klassenerhalt.

Rot sehen nach dieser Saison zwei Teams aus dem Landkreis: der SV Achternmeer und der TV Falkenburg. Nachdem Achternmeer schon in der vergangenen Saison nur knapp drin blieb, wird die zehnte Kreisliga-Saison zum Verhängnis. Auch der TV Falkenburg wird nicht vorzeitig passen, sondern mit seinem mittelprächtigen Blatt immer alles geben. Doch in dieser starken Kreisliga wird den „Falken“, die als Tabellenvierter der 1. Kreisklasse aufgestiegen sind, der Absturz nicht erspart bleiben.

Fazit

Egal, wie treffend (oder auch nicht) die NWZ-Prognose sein wird: Die Fans der Fußball-Kreisliga dürfen sich schon jetzt auf eine ganz spannende Saison mit jeder Menge Farbe im Spiel freuen!

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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