Wildeshausen Mit sieben Sportlern reiste das Judo Team Wildeshausen zu den Bezirkseinzelmeisterschaften der Altersklasse U 15 nach Nordhorn. Dort wartete keine leichte Aufgabe auf die jungen Judoka aus der Kreisstadt, die sich in einem starken Teilnehmerfeld zu behaupten hatten.

Seit dem Wegfall der Kreismeisterschaft als erste Qualifikationsebene zeigte sich bereits im vergangenen Jahr, dass es sehr schwer werden würde, sich für die nächst höhere Ebene zu qualifizieren, weil die Vereine in der Regel nur noch ihre besten Kämpfer schicken. So sollte sich auch diesmal keiner der Wildeshauser Teilnehmer für die nächste Qualifikationsebene qualifizieren können. „Zwar zeigten alle mitgereisten Teammitglieder eine durchweg solide Leistung, insbesondere was die Kampfeinstellung betraf“, berichtete Trainer Bernd Zerhusen. „Doch gelang es keinem der jungen Judoka, in seinen Pools den ersten oder zweiten Platz zu erreichen, um in die Ausscheidungskämpfe zu gelangen.“ Hadi Aldahar, als erster Wettkämpfer, ließ zunächst die mitgereisten Wildeshauser jubeln, gelang ihm doch gleich im Auftaktkampf durch einen Armhebel der erste Sieg. Doch dieser sollte auch der einzige bleiben.

So war es auch bei den meisten anderen Wildeshauser Judoka. „Es gelang zwar der eine oder ander Ippon, doch zu einem der vorderen Plätze in ihren Pools sollte es nicht reichen“, berichtete Zerhusen. Justus Thomas hatte zudem das Pech, sich gleich in seinem ersten Kampf zu verletzen, so dass er humpelnd von der Matte gehen musste. Er erholte sich jedoch schnell wieder und konnte in seinem letzten Kampf mit einer technisch tollen Leistung seinen Gegner mit einem dynamisch durchgeführten Harai Goshio (Hüftwurf) auf die Matte schicken und den Kampf für sich entscheiden. Vico Schmitz zeigte sich ebenso wie Medi Aldahar erfreulich mutig und angriffslustig, was mit jeweils dem Gewinn eines Kampfes belohnt wurde. Trotz aller Bemühungen und Anstrengungen sollte es für Rafid Saber-Karit, Kursai Hadji-Abdul-Majid und Mario Stojanov leider nicht zu einem Sieg reichen. „Wobei in der einen oder anderen Situation oft nur ein Quäntchen Glück fehlte“, sagte der Wildeshauser Trainer. „Leider reicht eine hohe Motivation alleine nicht aus, wenn man das, was im Training trainiert wird, nicht umsetzen kann. Für einige unserer Judoka war es der erste Wettkampf überhaupt, und die Aufregung trägt ihren Teil auch mit dazu bei, dass man auf der Matte plötzlich nicht mehr weiß, was man gelernt hat“, so Zerhusen weiter.

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