Wildeshausen Geduld hatte Marcel Bragula, Trainer der Bezirksliga-Fußballer des VfL Wildeshausen, von seinen Spielern vor dem Topspiel gegen den Tabellendritten SV Tur Abdin gefordert. Es dauerte jedoch bis zur 75. Minute, dass sich diese Geduld auszahlte. Nach einem Eckball herrschte Verwirrung im Delmenhorster Strafraum, Lennart Flege drückte den Ball zum 1:0 mit der Hüfte aus wenigen Metern über die Linie – und der Weg zum 3:0-Sieg der Rot-Weißen war geebnet.

Zuvor schenkten sich beide Mannschaften auf dem tiefen, regendurchnässten Rasen im Krandel-Stadion nicht viel. Die Gastgeber versuchten es verstärkt mit Kurzpassspiel, die Gäste setzten bei ihren Kontern meist auf lange Bälle. Dafür dass das Topspiel auf dem schwierigen Geläuf überhaupt stattfinden konnte, sprach Bragula Platzwart Uwe Kricke seinen Dank aus: „Vielen Dank an Uwe, der sowohl vor als auch nach den Spielen so viel Zeit in die Pflege des Platzes steckt.“

Die Gastgeber waren auf dem heimischen Rasen über die gesamte Spielzeit die bessere Mannschaft, was jedoch lange Zeit fehlte, war der Führungstreffer. So waren es in der ersten Halbzeit Janek Jacobs und Rene Tramitzke, die die bis dahin besten Gelegenheiten für den VfL nicht nutzen konnten. Auf Abdiner Seite flammte nur einmal kurz Gefahr auf, als Daniel Eckert am langen Pfosten vorbei zielte. Kurz nach dem Seitenwechsel besaß Maximilian Seidel die beiden besten Gelegenheiten für den VfL.

Und so dauerte es eben bis zur 75. Spielminute, ehe der Bann brach. „So einen Treffer musst du dann auch mal erzwingen“, lobte Bragula. Er habe seine Spieler besonders bei Standardsituationen eingeschworen: Fleges Tor war bereits der achte Treffer des VfL nach einer Standardsituation in dieser Spielzeit. „Darauf können wir aufbauen“, so Bragula.

Nur einmal kurz mussten die überlegenen Gastgeber um ihre Führung bangen. Fast im direkten Gegenzug des Treffers kam Abdins Mikael-Cihan Blümel frei vor VfL-Torwart Sebastian Pundsack zum Schuss, der den Ball mit einem starken Reflex über die Latte lenkte.

Für die endgültige Entscheidung sorgte schließlich der eingewechselte Kai Schmale, der einen Querpass in den Strafraum von Sascha Görke ins kurze Toreck zum 2:0 (86. Minute) verwandelte. Den Schlusspunkt setzte der pfeilschnelle Jacobs, der über die gesamte Spielzeit von der Delmenhorster Defensive nur selten unter Kon­trolle gebracht werden konnte. Mit einem Sprint über den halben Platz hängte er in der Nachspielzeit zwei Verteidiger ab und tunnelte schließlich Abdins Keeper Mikel Kirst zum 3:0.

„In einem guten Bezirksligaspiel sind wir heute der verdiente Sieger“, befand Bragula. Ein Sonderlob bekamen seine Angreifer Maxi Seidel und Rene Tramitzke. „Beide haben sich richtig reingehängt, haben viele Wege gemacht.“ Vor allem Seidel hätte auf die Zähne gebissen. Eigentlich wollte der Angreifer nach einem Schlag auf das Sprunggelenk zur Halbzeit draußen bleiben. „Er hat dann aber noch einmal alles gegeben“, lobte Bragula.

Grund zum Ausruhen haben seine Schützlinge aber nicht: „Heute freuen wir uns natürlich noch über den Sieg. Ab Montagmorgen, 7.30 Uhr, haben wir dann aber wieder nur noch das Rückspiel am Sonnabend in Delmenhorst im Kopf.“

Lars Puchler Redakteur / Lokalsport Ammerland
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