Wardenburg „Und jetzt noch mal richtig Hackengas – komm schon, gib alles!“ Heino Krüger ließ am Sonntag nichts unversucht, um die Athleten auf der Zielgeraden so richtig anzuheizen. Der Moderator hätte sich mit seinem Einsatz wahrlich ebenso eine Medaille verdient wie die vielen Läufer auf der Strecke. Sie wurden im Zieleinlauf an der IGS mit glänzenden Plaketten dekoriert – und hiervon benötigten die Organisatoren des 11. Wardenburger Sommerlaufs tatsächlich viele: Mit über 1200 Startern verzeichnete die Veranstaltung einen neuen Teilnehmerrekord.

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„Bis zum Sonntagmorgen lagen uns bereits 1026 Anmeldungen vor. Und dann gab es noch reichlich Nachmeldungen“, strahlte Stefan Siefken, der an der Spitze des Organisationsteams steht, und fügte hinzu: „Die Abkühlung Samstagnacht kam genau zur richtigen Zeit. Somit hatten wir optimale Laufbedingungen.“

Nachdem bereits am Vormittag die „Bambinis“ (400-Meter-Stadionrunde) und die Schüler (1,5-km-Lauf) ihre Rennen erfolgreich gemeistert hatten (die NWZ wird über die beiden Nachwuchsläufe noch ausführlich berichten), folgte der Startschuss für den 5-km-Jedermannslauf. Gerade einmal 16:13 Minuten benötigte Jesse Hinrichs von den 1. TCO Die Bären bis zum Erreichen der Ziellinie. Der Triathlet hatte sich morgens ganz spontan für einen Start in Wardenburg entschieden, nachdem er am Vortag ein fünfstündiges Trainingspensum heruntergespult hatte. Mit seiner Zeit zeigte sich der Oldenburger zufrieden, zumal er nach einer Hüftverletzung erst seit anderthalb Wochen wieder im Lauftraining ist. Sein erster Verfolger, Fynn-Luca Wolf (TuS Eversten), legte zwar den wohl dynamischsten Endspurt aller Teilnehmer hin, hatte aber mit seiner Zeit (17:48) trotzdem schon einen beträchtlichen Rückstand auf den Sieger. Drittschnellster Mann war Korbinian Germer (Team Laufrausch/18:42).

Bei den Frauen triumphierte über die fünf Kilometer Karoline Löffel. Die gebürtige Varelerin wohnt seit einem Jahr in der Sportschule Berlin und startet für den SCC Berlin. Beim Sommerlauf war sie zum ersten Mal dabei. „Es war eine angenehme Strecke“, meinte die 17-Jährige. Sie siegte vor Rebekka Gerdes (VfL Wolfsburg/20:58) und Lina Ihnken (TuS Eversten/22:06).

Das 10-km-Rennen war einmal mehr eine Angelegenheit für Yonas Abadi. Der Athlet von der SG aquinet Lemwerder kam nach 33:30 Minuten ebenfalls mit klarem Vorsprung vor Andreas Bröring (Team Ultra Sports/35:07) sowie Marcel Gößling (37:41) ins Ziel. „Es war ein guter Lauf. Allerdings war ich vorne alleine, da konnte ich keine bessere Zeit schaffen“, sagte der 28-jährige Lemwerderaner.

Als beste Frau stürmte Christina Gerdes vom BV Garrel ins Ziel (36:55) und war damit noch schneller als der drittplatzierte Mann. Mitfavoritin Michelle Kipp (VfL Oldenburg/41:12) musste sich in der Frauenkonkurrenz mit Rang zwei begnügen, Dritte im Bunde war Sophie Meinke (Team Laufrausch/44:52).

Gemeinsam mit den 10-km-Läufern waren die Teilnehmer im Halbmarathon auf die Strecke gegangen – nur eben mit einer mehr als doppelten Distanz. Die 21,1 km meisterte Dennis Osterfeld vom LC Wechloy am schnellsten (1:21:56 Stunden). Seine Zielzeit war zwar rund mehr als fünf Minuten langsamer als bei Vorjahressieger Michael Majewski, dennoch zeigte sich der 29-Jährige zufrieden. „Unter dem Strich ist es gut gelaufen“, so Osterfeld. Er lief von Anfang an in der Spitzengruppe mit, bis Kilometer 16 lag er dann mit zwei weiteren Läufern ganz vorne. „Dann habe ich das Tempo erhöht und mich abgesetzt“, resümierter der Sieger, der die Veranstaltung als Vorbereitung für den Oldenburg-Marathon nutzte. Eine halbe Minute nach ihm kam Christian Oelke ins Ziel (Team Ultra Sports) vor Matthias Schütte (Varel/1:23:11). Erste Frau war Gaby Klinkhardt (Hamburger Laufladen/1:25:24), gefolgt von Edith Stiepel (LC Nordhorn/1:26:55) und Verena Coordes (TuS Weene/1:32:08).

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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