Wardenburg Schwimmen ist in erster Linie ein Individualsport. Staffelwettbewerbe mal ausgenommen. Dass Mannschaften gegeneinander antreten, geschieht hingegen selten. Einmal im Jahr geht es aber tatsächlich um Auf- und Abstieg. Von der 1. Bundesliga bis hinunter in die Bezirksligen. Mittendrin tummeln sich dabei auch die Schwimmerinnen und Schwimmer von der Startgemeinschaft Region Oldenburg (SG). Gebildet wird diese Gemeinschaft aus Athletinnen und Athleten des Wardenburger Schwimmclubs sowie des Polizei-SV Oldenburg.

Bei diesem Wettkampf werden die olympischen Distanzen absolviert, die Strecken über 50 und 100 Meter jeweils doppelt. Die Zeiten werden in Punkte umgerechnet. Basis ist die Weltrekordzeit auf der jeweiligen Strecke. Jeder Athlet darf maximal fünfmal starten.

Für die Frauen der SG ging es in der Uni-Schwimmhalle in Kiel um den Verbleib in der 2. Bundesliga Nord. Die Mannschaft musste auf Maren Koehler und Livia Loef, die maßgeblich für den Aufstieg im Vorjahr verantwortlich zeichneten, und Lorelai Babski verzichten. Alle drei haben ihre Karriere mittlerweile beendet. Klassenerhalt? Unrealistisch.

Die Titelkämpfe haben aber ein ausgeklügeltes System. Die Integration talentierter Nachwuchsschwimmer spielt eine große Rolle. Und die SG stellte geschickt auf. Auf der Schlussgeraden konnten SV Delphin Lübeck und der Delmenhorster SV noch überholt werden.

Mit einem Durchschnittsalter von knapp 14 Jahren sicher ein Novum in der 2. Bundesliga, setzte das Team Akzente. Die 19-jährige Johanna Ingenerf führte die SG durch den Wettkampf. Ihre Schwester Carlotta überragte. Die 14-Jährige stellte bei fünf Starts vier Bestzeiten auf, sammelte 3041 Punkte und gehörte damit zu den besten Schwimmerinnen der Veranstaltung. Ihre beste Leistung: 2:36,27 Minuten über 200 Meter Brust.

Auch Merle Dessau konnte überzeugen. 4:32,85 Minuten benötigte die 15-Jährige über die 400 Meter Freistil. Nantke und Imke Aden waren kurzfristig ins Team gerückt. Die elfjährigen Zwillinge vom PSV gefielen trotz ihrer Nervosität. Zum tollen Ergebnis konnten auch Constanze Huchtkemper, Johanna Ingenerf, Jule Brand, Rieke Aden und Luca Dessau beitragen.

In Osnabrück startete die erste Männermannschaft der SG in der Landesliga Niedersachsen. Angeführt vom 30-jährigen Altmeister Frank Stuckenberg, der sein Team dank grandioser Zeiten und seiner Motivationskünste mitriss. Er war der beste Punktesammler. Für die 100 Meter Freistil brauchte er 54,22 Minuten.

Die SG Region Oldenburg sicherte sich den zweiten Rang hinter dem Team von Hannover 96, aber noch vor der SSG Braunschweig. Der 16-jährige Florian Hüsing erwies sich als eifriger Punktesammler, stark auch Magnus Danz, der die 1500 Meter Freistil in 16:32,89 Minuten schwamm. Auch Markus Pleis, Christopher Weidner, Veit Schlörmann, Mikkel Grotelüschen, Anton Ingenerf und Triathlet Jesse Hinrichs wussten zu gefallen. Der Aufstieg in die 2. Bundesliga ist noch möglich und hängt von den Ergebnissen in den anderen Landesligen ab.

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