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Wardenburg 50 Minuten lang war das Zweitrundenspiel im Fußball-Bezirkspokal zwischen dem VfR Wardenburg und BW Bümmerstede allenfalls ein müder Sommerkick. Danach nahm die Partie aber noch gewaltig an Fahrt auf – und fand am Ende in den Wardenburgern einen glücklichen, aber nicht unverdienten Gewinner: Mit 6:3 (3:3/1:0) nach Elfmeterschießen schaltete der Kreisligist den eine Liga höher spielenden Nachbarn aus Oldenburg aus und zog in die dritte Runde ein.

Einen Matchwinner wollte VfR-Trainer Sören Heeren am Sonntag nach den nervenaufreibenden 90 Minuten nicht nennen. „Die Jungs können alle stolz darauf sein, was sie geschafft haben“, lobte der Coach. Im Elfmeterschießen ragte dann aber doch ausgerechnet Thorben Engelbart heraus. Der Torhüter, der während der regulären Spielzeit noch durch einige Unsicherheiten aufgefallen war, wehrte gleich zwei Schüsse der Bümmersteder ab. Einmal schossen die Gäste vorbei, so dass der Fehlschuss des VfR von Kilian Schrinner gleich beim ersten Elfmeter nicht mehr entscheidend war.

Nach einem so dramatischen „Finale“ hatte es lange Zeit nicht ausgesehen. Zwar begann die Partie schwungvoll mit einem Pfostenkopfball der Gäste (Tibor Braun/3. Minute) sowie dem frühen Führungstreffer der Wardenburger durch den pfeilschnellen Sebastian Vogelsang (8.), doch danach passierte erst einmal nichts mehr. Nach dem Seitenwechsel stellte Carsten Feist nach Zusammenspiel mit Tobias Köhnke das Ergebnis auf 2:0 (52.).

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Danach wachten die Gäste, denen ein dreitägiges Trainingslager in den Knochen steckte, auf und kamen zu ersten Möglichkeiten. Timo Goldner nutzte die erste Unaufmerksamkeit in der Wardenburger Abwehr zum Anschlusstreffer (62.). Nur vier Minuten später der Ausgleich: Nach Handspiel von VfR-Innenverteidiger Lukas Menke im eigenen Strafraum zeigte Schiedsrichter Tom Adler auf den Punkt – Steve Köster verwandelte sicher. „In der Phase sind wir kurz eingebrochen, dann aber auch brutal wieder zurückgekommen“, resümierte Heeren. Tatsächlich hatten die Platzherren durch Tim Conring (67.), Köhnken (75.) und Nexhdet Berisha (77.) drei gute Chancen zur erneuten Führung. Diese blieben aber ungenutzt – stattdessen traf Oliver Prondzinski per Kopfball nach einer Flanke von der linken Seite zum 2:3 (80.). Doch die Moral des VfR war ungebrochen. Nach einem Foul an Conring gab es einen Strafstoß, den Rene Jürgens mit kurzem Anlauf knallhart unter die Latte donnerte (86.).

Damit erzwang Jürgens auch das Elfmeterschießen, in welchem er erneut ebenso sicher verwandelte wie seine Kollegen Conring und Menke.

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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