AHLHORN Ein wenig anders hätte sich Klaus Ebel seinen Abschied vom Hans-Jürgen-Beil-Stadion schon vorgestellt. Mit 1:5 (1:2) verloren die von ihm trainierten Bezirksliga-Fußballer des Ahlhorner SV am Sonnabend gegen den TSV Oldenburg. Es war der letzte Heimauftritt des ASV in dieser Saison und das letzte Heimspiel für Ebel, der zur kommenden Saison zum Kreisligisten SV Bevern wechselt. „Wir kassieren die Gegentore zwei, drei und vier nach dem gleichen Muster. Das ist ärgerlich“, sagte der ASV-Trainer. „Man muss aber auch sehen, gegen wen wir gespielt haben. Der TSV ist spielerisch die stärkste Mannschaft der Liga. Es war klasse, was das Team hier geboten hat. Da macht das Zuschauen eigentlich Spaß.“

Die erste Kostprobe der Stärke der Gäste dürfte Ebel gar nicht so richtig mitbekommen haben. Der TSV hatte Anstoß und spielte den ersten Angriff so geschickt aus, dass Oguz Deniz frei vor ASV-Torwart Sebastian von Behren, der Alexander Lohrey vertrat, an den Ball kam – 0:1. Ebel, der vor der Partie von ASV-Abteilungsleiter verabschiedet wurde, war zu dieser Zeit noch auf dem Weg, den Blumenstrauß abzugeben. Seine Mannschaft ließ sich von dem frühen Rückstand nicht aus der Ruhe bringen. Sie kam schnell zurück. Kapitän Christoph Benkendorf wuchtete in der fünften Minute das Leder nach einer Ecke per Kopf ins Netz. Fortan erlebten die Zuschauer ein interessantes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Die etwas besseren hatten die Gäste, die so durchaus verdient mit einer 2:1-Führung in die Pause gingen. Harun Cabuk hatte nach einem tollen Steilpass keine Mühe, den Ball über von Behren zu heben (35.).

Nach dem Seitenwechsel schienen sich beide Teams zunächst mit dem Ergebnis zufrieden zu geben. Es passierte nicht mehr viel. Doch weit gefehlt, innerhalb von sechs Minuten demonstrierten die technisch starken und taktisch disziplinerten TSV-Spieler noch dreimal, wie Ebel zu seiner Einschätzung über die Oldenburger, die als Aufsteiger Vizemeister wurden, gekommen ist. Zunächst hebelten sie zweimal mit Steilpässen über die linke Seite die ASV-Abwehr aus, die folgenden Flanken verwertete jeweils Ertunc Sariguel (64., 66.). Die nächste Klassekombination beendete Deniz (69.). Anschließend schaltete der TSV wieder einen Gang zurück, ohne die Kontrolle über das Geschehen zu verlieren. So kam der ASV in der zweiten Halbzeit nur zu einer Chance: Andre Hesselmann scheiterte nach einer Flanke von Silvio Schröder an Ehsan Ehsani Tabar im TSV-Tor (76.).

Lars Pingel Lokalsport / Redaktion Wildeshausen
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