Viele der Lehrer, die den zweiten Abiturienten-Jahrgang am Gymnasium Ganderkesee unterrichtet haben, waren noch sehr jung. „Das ist uns damals gar nicht so aufgefallen. Aber einige unserer Lehrer unterrichten jetzt unsere Kinder“, berichtete Uwe Noster am Wochenende am Rande der Jubiläumsfeier jener knapp 50 Ganderkeseer, die vor 25 Jahren ihre Hochschulreife erlangt hatten.

Etwa die Hälfte der Absolventen war der Einladung zum Treffen gefolgt, außerdem mehrere Lehrer. Es gebe nur sehr wenige, die mit dem Thema Schule komplett abgeschlossen hätten und davon nichts mehr wissen wollten, sagte Noster. Aber gelegentlich scheitere das Treffen an Terminproblemen. So musste eine Klassenkameradin, die jetzt in Irland lebt, kurzfristig absagen. Die weiteste Anreise hatte deshalb ein Ganderkeseer, den es nach Süddeutschland verschlagen hat. Er reiste aus München an.

Noster, der zusammen mit Janett Schütte das Treffen im Seminar-Landhaus in Nutzhorn organisiert hatte, war vollauf zufrieden. „Es ist richtig erfrischend, einige der alten Gesichter wiederzusehen.“ Die beiden Organisatoren wollten es nicht allein beim Wiedersehen belassen, sondern auch einen guten Zweck fördern. Der Überschuss der Feier kommt dem Freundeskreis des Gymnasiums zugute, dem beide angehören.

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Gefeiert wurde am Wochenende auch in Bergedorf. Das 99. Schützenfest des Ganderkeseer Schützenbundes bot reichlich Gelegenheit. Die Bergedorfer nutzten das Zelt, das eigens fürs Frühtanzen an Himmelfahrt und das Schützenfest aufgestellt worden war, am Sonnabend auch zu einem kleinen Dorfgemeinschaftsfest. Jede Familie trug dabei Sketche vor.

Im Mittelpunkt stand natürlich der sportliche Wettkampf. Dabei strengten sich nicht nur die Erwachsenen ordentlich an. Auch der Nachwuchs zeigte zum Teil beachtliche Leistungen.

Bei den Kindermannschaften war der SV Falkenburg nicht nur mit 221 Ringen ganz vorn, sondern stellt mit Jule Hillen auch die Kinderkönigin, die es auf 57 Ringe brachte. Die nächsten Plätze gingen an Bergedorf und Urneburg.

Die beste Schüler-Mannschaft stellte der SV Bürstel-Immer, gefolgt von Bergedorf und Schönemoor. Bundesschülerkönigin wurde mit 59 Ringen Uta Noster, die dem SV Ganderkesee angehört. Bei der Jugend hatte der SV Grüppenbühren ganz knapp die Nase vorn vor den punktgleichen Mannschaften aus Hengsterholz-Havekost und Schönemoor. Dem Schützenverein Schönemoor gehört auch Marc Bührmann an, der sich als Bundesjugendkönig qualifizieren konnte.

Den Präsidenten-Pokal überreichte Ehrenpräsident Bernhard Schwarting an Herbert Biese vom SV Urneburg. Als Verein mit der besten Gesamtleistung konnten die Gastgeber den Ehrenpreis der Gemeinde Ganderkesee in Empfang nehmen. Der Vorsitzende des SV Bergedorf, Detlef Kupner, nahm die Trophäe aus den Händen von Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas entgegen.

Die Delmenhorster Bürgermeisterin Swantje Hartmann war am Abend bei der Siegerehrung nicht mehr dabei. Sie hatte vom Delmenhorster Rathaus einen falschen Termin erhalten und war deshalb bereits um 14 Uhr auf dem Festplatz in Bergedorf aufgetaucht – und dort drei Stunden geblieben. Es gebe in der Delmenhorster Verwaltungsspitze offenbar gravierende Kommunikationsprobleme, meinte Schützenbund-Präsident Heino Brackhahn.

Brackhahn versicherte sich vor Beginn der Proklamation, dass die Ehrengäste vor Ort waren. Auf Nachfrage meldete sich unter anderem die stellvertretende Bürgermeisterin Christel Zießler zur Stelle. „Gut, dass Du da bist. Ohne Dich würden wir gar nicht erst anfangen“, verkündete der Präsident per Mikrofon.

Beim Freihand-Schießen gab es gleich zwei Einzelsieger: Neben Udo Lübsen vom Schützenverein Urneburg erreichte auch Heiko Brackhahn (SV Bürstel-Immer) 41 Ringe und konnte sich eine Medaille sichern. Manche wunderten sich über dessen ruhige Hand. „Der hat doch erst heute Morgen Zwillinge bekommen“, verriet Präsident Brackhahn. Allerdings: Es handelte sich nicht um eigenen Nachwuchs, sondern um zwei Kälbchen, beide Jungs, wie der Präsident vermeldete.

Auch für Ilse Fellert, Christa Käßler und Ingrid Großkopf war der vergangene Sonntag ein ganz besonderer. Die drei Bookholzbergerinnen waren vor einem halben Jahrhundert konfirmiert worden – ein Anlass, um zurückzublicken. Zusammen mit Pastor Gunter Blaschke und der Gemeinde wurde das Fest der Goldenen Einsegnung im Gottesdienst in der Friedenskirche gefeiert. Anschließend gab es ein gemütliches Beisammensein.

Einen interessanten Tag in der niedersächsischen Landeshauptstadt hat eine Besuchergruppe aus Ganderkesee und Großenkneten erlebt, die vom FDP-Landtagsabgeordneten Christian Dürr eingeladen worden war. Bei strahlendem Wetter wurden nach der Ankunft in Hannover zuerst die Herrenhäuser Gärten besichtigt. Nach einem kleinen Imbiss in der Markthalle nahmen die Gäste aus dem Landkreis auf den Besuchertribünen des Landtages Platz, um die Debatten hautnah zu verfolgen. Anschließend wurde mit den örtlichen Landtagsabgeordneten, Ansgar Focke (CDU), Axel Brammer (SPD) und Christian Dürr in kleiner Runde diskutiert.

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