WILDESHAUSEN Der VfL bleibt die Überraschungsmannschaft der Fußball-Bezirksliga: Als Tabellenführer ist er ins Spitzenspiel gegen den Zweitplatzierten Heidmühler FC gegangen – mit einem torlosen Unentschieden konnten die Gastgeber am sechsten Spieltag ihre Platzierung behaupten.

Danach, dass der VfL einen Punkt holen würde, sah es jedoch zunächst nicht aus: Nach guten Chancen auf beiden Seiten in den ersten Minuten spielte sich wenig in den Strafräumen, dafür aber viel zwischen ihnen ab. Heidmühle dominierte in dieser Phase das Spiel, Wildeshausen schaffte es nicht, die Initiative zu ergreifen. Dennoch ging von Heidmühle nicht genügend Gefahr aus, um VfL-Torwart Sebastian Pundsack zu überwinden.

Fünf Minuten vor dem Gang in die Kabine wendete sich plötzlich das Blatt: Wildeshausen kam aus der Deckung, ließ den Ball laufen und zeigte viel Spielfreude. So entstanden Kombinationen vor dem HFC-Strafraum, die aber nicht zum entscheidenden Abschluss führten.

Diesen Schwung konnten die Spieler von Trainer Jürgen Gaden in die zweiten 45 Minuten retten. „In der zweiten Halbzeit war alles ganz anders“, so Gaden, „plötzlich war viel Dampf drin. In der ersten Hälfte waren wir nicht richtig wach.“

Direkt nach dem Wechsel kam es zu den ersten guten Szenen vor dem HFC-Tor. Immer wieder haben die Wildeshauser versucht, Tobias Kern in Szene zu setzen, der aber erfolglos blieb. Großen Anteil daran hatte Gäste-Torwart Thomas Kikillus.

Dann ging es hin und her. Mal gewann Heidmühle die Oberhand, mal der VfL – ständig schien es, als würde das Spiel in eine Richtung kippen. Als Heidmühles Kapitän Lukas Wysiecki kurz vor Spielende wegen einer Notbremse vom Platz gestellt wurde, keimte im Krandelstadion Hoffnung auf: Der VfL zog weiter zum Tor und machte Druck – letztendlich blieb es aber beim 0:0.

Jürgen Gaden: „Es ist ein verdientes Unentschieden.“ Trotz der zerfahrenen Anfangsphase zeigte er sich mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. „Wir haben gezeigt, dass wir mit jedem mithalten können und vor keinem Angst haben müssen.“ Dennoch sei es nicht an der Zeit, nach oben zu gucken: „In der Rückserie werden wir sehen, ob wir uns oben oder im Mittelfeld befinden. Erst dann ist es möglich, Prognosen abzugeben.“

Pundsack – Pasker, Flege, Meyer, Schneider – Toppel, Bohrer (83. Büttelmann), Rüdebusch (46. Wallner) – Goerke, Kern, Schmale

Kikillus – Hansche, Tjarks, Titz, Fasshauer (88. Marc Wobbe), Malte Wobbe (79. Gerdes), Abraham, Winter, Lücht (69. Leske), Wysiecki, Schökel

Jürgen Gaden, Trainer VfL Wildeshausen: „Je länger das Spiel dauerte, desto besser wurden wir.“

Lars Poedtke, Trainer Heidmühler FC: „Beide Mannschaften haben ein Feuerwerk abgebrannt.“

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.