Stenum Ein Traditionsverein aus der großen Gemeinde Ganderkesee hat in der abgelaufenen Saison den Fußballkreis gehörig aufgemischt – die Rede ist vom VfL Stenum und seiner Erfolgsgeschichte. Nicht nur, dass die erste Männermannschaft in ihrer ersten Bezirksliga-Saison als Aufsteiger gleich oben mitspielte und am Ende auf Platz fünf landete. Nein, auch im Jugendbereich setzte der VfL ein deutliches Ausrufezeichen.

Tolle Jugendarbeit

So stiegen die A- und die B-Jugend in die Bezirksliga auf. Die C-Junioren gewannen in dieser Liga die Meisterschaft, und die B-, D- sowie die E-Jugend brachten den Kreispokal mit nach Hause. Drei von vier möglichen Pokaltiteln blieben dabei am Kirchweg. Das sei alles kein Zufall, bestätigt auch Jugendleiter Werner Bruns im Gespräch mit der NWZ . „Sportlich ist einiges passiert“, sagt Bruns. Vor sechs Jahren gab es bereits den Vorschlag seinerseits, die leistungsstarken Spieler in der ersten Mannschaft der jeweiligen Altersklasse zusammenfassen. Zuvor wurden die Teams nach Jahrgängen besetzt. Drei Jahre später wurde der Vorschlag dann in die Tat umgesetzt. „Das hat sich im Jugendbereich positiv bemerkbar gemacht“, so der Jugendleiter.

Der VfL zählt aktuell 26 Jugendmannschaften. Zum Vergleich: Der große Nachbar TSV Ganderkesee liegt mit 18 Teams sogar dahinter. Eine beachtliche Zahl für einen Verein in einem relativ kleinen Ort mit 1 089 Einwohnern. Und die Arbeit trägt Früchte. „Viele kommen zu uns, weil sie wissen, dass hier eine gute Jugendarbeit geleistet wird“, erklärt Bruns. Thomas Baake, Trainer der ersten Herren, weist aber auch auf die zwei Seiten der Medaille hin: „Für viele ist Stenum eine gute Adresse, andererseits weckt das aber auch Begehrlichkeiten.“ So fragen gerne mal Werder Bremen oder der JFV Oldenburg beim VfL an, um sich die Dienste junger Talente zu sichern. Um diese Spieler und auch den eigenen Nachwuchs zu halten, ist es von Bedeutung, auch in Zukunft auf Bezirksebene zu spielen – im Jugend sowie im Herrenbereich. „Wir wollen die Klasse halten, auch damit die Spieler bei uns bleiben“, sagt der VfL-Verantwortliche.

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Stunde Null

Auch im Erwachsenbereich hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan. Als die erste Mannschaft in der Saison 2012/13 aus der Bezirksliga abgestiegen ist, musste etwas passieren. „Ein Umbruch war nötig, ein Neuanfang“, erinnert sich VfL-Trainer Baake: „Wir haben einiges umgestellt, sind neue Wege gegangen, unter anderem mit mehr Spielformen im Training. Und auch die Intensität wurde erhöht. Das hat sich bewährt.“ Aber auch das passierte nicht über Nacht. „Ich musste auch lernen, nicht zu schnell zu viel zu wollen“, gibt Baake zu. „Stück für Stück“ lautete die Devise. Der Neuanfang wurde damals auch im Jugendbereich mitumgesetzt. Vor allem im D- und C-Bereich, denn hier werde der Grundstein gelegt. „Die Jugendtrainer haben überall eine super Arbeit geleistet“, lobt Baake seine Kollegen. Davon profitiert nun der Verein und nicht zuletzt er selbst. Mit Helge Petershagen, Fynn Dohrmann und Jonas Dittmar waren drei A-Jugendspieler in der zurückliegenden Saison schon ein fester Bestandteil des Kaders. „Da gucken die Jüngeren natürlich schon hin und wollen das später auch mal schaffen“, ist sich Bruns sicher.

Auch VfLer Jan Niklas Krause kehrt nach seiner Zeit beim TSV Ganderkesee zurück und wird den Bezirksligisten auf der Torwartposition verstärken, und auch Maximilian Bradler ist für die kommenden Saison eingeplant. Felix Bruno und Sandro Much werden mittrainieren, aber vorerst in der A-Jugend eingesetzt. Baake und Bruns blicken auf eine erfolgreiche Entwicklung in den vergangenen Jahren zurück. Besser ginge es derzeit kaum. „Wenn wir den Standard halten, sind wir mehr als zufrieden“, sagt der Jugendleiter, und auch der VfL-Coach meint: „Wir bewegen uns im oberen Bereich. Wir sind, so wie es derzeit ist, gut aufgestellt.“

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Niklas Benter Redakteur / Sportredaktion
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