WILDESHAUSEN Eine „erschreckende Abschiedsvorstellung“ (Spielertrainer Frank Gravel) gaben die Volleyballer des VfL Wildeshausen am Sonnabend in eigener Halle. Es blieb alles nur Stückwerk und sie fanden nie zu ihrem Spiel. Beim 0:3 (21:25, 19:25, 19:25) gegen den SV Gaste-Hasbergen und dem 0:3 (10:25, 14:25, 16:25) gegen den TuS Bersenbrück brachten sie sich mit unnötigen Eigenfehlern immer wieder ins Hintertreffen. Das sah auf der anderen Netzseite ganz anders aus. Verbissen kämpften die Gäste aus Bersenbrück um den Klassenerhalt und Gaste-Hasbergen um die Aufstiegsrelegation. Diesen Einsatz ließen die Wildeshauser vermissen, wohl wissend, dass sie nächste Saison keine Verbandsliga taugliche Mannschaft mehr haben würden. Somit ergaben sie sich ihrem Schicksal und nahmen den Kampf gar nicht erst auf.

„Leider war das kein würdiger Abschied für den langjährigen Kapitän Claus Meyer“, bedauerte Gravel nach dem Spiel. Mit Meyer war der vor VfL vor 15 Jahren in die Verbandsliga aufgestiegen. In der Folge spielte die Mannschaft auch etliche Jahre in der Oberliga und stand zweimal dicht vor dem Aufstieg in die Regionalliga. „Diese Zeiten werden in Wildeshausen erst einmal auf längere Sicht vorbei sein“, so Gravel. Mit dem Abstieg in die Landesliga steht auch ein Neuaufbau bevor, außer Meyer wird auch Markus Schindler nicht mehr für den VfL auflaufen.

Im ersten Spiel gegen Gaste-Hasbergen lag der VfL schnell mit 9:18 zurück. Dann kam seine beste Phase am gesamten Spieltag. Punkt für Punkt kämpfte sich das Team heran. Doch der gegnerische Diagonalangreifer machte die entscheidenden Punkte zum Satzgewinn. Im zweiten Satz spielte der VfL bis zum 6:3 gut, dann endeten zu viele Angriffe im Aus und der VfL lag mit 6:10 hinten. Im dritten Satz kam der Bruch beim 9:9 zum 11:19, damit war das Spiel verloren.

Im zweiten Spiel des Tages gab es kein Aufbäumen. Während die Bersenbrücker keinen Ball verloren gaben und die Angriffe immer wieder ihr Ziel fanden, zeigten die VfL-Spieler nur in Ansätzen, dass sie Volleyball spielen können. Über die gesamte Spieldauer waren sie dem Druck ihrer Gegner nicht gewachsen und gingen noch deutlicher als im ersten Spiel unter.

Während es in der Halle keinen würdigen Abschied für Kapitän Meyer gab, wurde dieser dann bei einem Mannschaftsessen im Anschluss nachgeholt. Trainer Gravel wünschte ihm alles gute für die Volleyball freie Zukunft.

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