GANDERKESEE Zufriedene Gesichter gab es am Sonnabend bei keinem der Protagonisten des Kreisderbys der Fußball-Bezirksliga. 1:1 (0:1) hieß es am Ende zwischen dem TSV Ganderkesee und dem VfL Wildeshausen. Matthias Trätmar, Trainer des TSV Ganderkesee, beklagte zwei verpasste Punkte. Sein Gegenüber beim VfL Wildeshausen, Manfred Klatte, registrierte positiv, dass nicht verloren worden sei. Aber auch das entlockte ihm kein Lächeln.

Bis zur 64. Minute schien es, als könne der VfL den Sieg für sich beanspruchen. Zwar hatten die Ganderkeseer anfangs durch Jens Bauer (7./23.) sowie Sascha Pfeifer (23.) drei hochkarätige Chancen, die sie jedoch allesamt zu leichtfertig vergaben. Dann aber verloren sie ein wenig ihre Durchschlagskraft, so dass die Gäste besser ins Spiel und nach einer wunderschönen Kombination zwischen Schlicker und Möhlmann durch eben diesen zu ihrer besten Chance kamen. Intemann verhinderte mit einem Reflex den Rückstand (34.). Zehn Minuten später aber war er machtlos. Keiner attackierte Schlicker, der mit einem Sonntagsschuss am Sonnabendnachmittag aus 22 Metern den Ball an den Innenpfosten und von dort aus ins Netz zirkelte.

Mit diesem Vorsprung im Rücken spielte der Gast, bei dem Daniel Pasker und Kai Meyer am meisten zu überzeugen wussten, nach der Pause sicherer auf. Vor allem im Mittelfeld erarbeiteten sich die Gäste jetzt Vorteile. Und hätte Drozdowski nach 52 Minuten entschlossener abgezogen als er es tat, wäre sogar das 2:0 möglich gewesen.

Dann kam besagte 64. Minute, in der sich alles änderte: Unbedrängt und ohne Gegner in der Nähe fuhr der eingewechselte Timo Meyer im Strafraum den Oberarm Richtung Ball aus. Den fälligen Strafstoß verwandelte Sakin sicher. Von da an spielte nur noch der TSV, während die Aktionen der Wildeshauser Akteure von Verunsicherung geprägt waren. Nach 76 Minuten unterlief ihnen in diesem jetzt hitziger werdenden Match der nächste schwerwiegende Fehler. Timo Meyer patzte im Mittelfeld, so dass sich Schrader als letzter Mann nur mit einem Foul an Pfeifer zu helfen wusste. „Rot“ durch den guten Unparteiischen Kröger aus Lutten war die logische Folge. Und als eine Minute später Schlicker das Solo von Chahrour mit einem Foul im Strafraum beendete, schien die Niederlage des VfL perfekt zu sein. Wieder trat Sakin an, wieder wählte er die linke untere Ecke vom Schützen aus. Aber auch Felix Dittrich im Wildeshauser Gehäuse hatte sich dafür entschieden. Er hielt und sicherte seinem Team so wenigstens

einen Punkt. Dass Drozdowski auch die letzte Konterchance (88.) vergab, passte jetzt zum Spiel des VfL. Aber ein Sieg für ihn wäre nicht gerecht gewesen. Verdient hätte ihn an diesem Nachmittag nur der TSV gehabt, bei dem erneut Badberg als Libero überragte. Aber augenscheinlich wollte auch der ihn nicht. Klar, dass so keine Freude bei den Beteiligten aufkam.

Fried-Michael Carl Berne/Lemwerder / Redaktion Elsfleth
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