Wildeshausen Am Ende war es ein gefühlter Sieg für die Landesliga-Fußballer des VfL Wildeshausen. „Chapeau“, freute sich VfL-Coach Marcel Bragula über das 3:3-Unentschieden gegen den Tabellenvierten SC Melle. Der VfL klettert damit in der Tabelle auf den fünften Platz.

Dabei sahen die rund 350 Zuschauer im Krandelstadion ein über weite Strecken unterlegenes Wildeshauser Team. Der Tabellenvierte aus Melle stand kompakter und trat abgeklärter auf. Zwar ging das Spiel in der ersten halben Stunde hin und her, doch dem VfL schien die zündende Idee nach vorne zu fehlen.

In der 26. Minute foulte Alexander Kupka den Meller Ustim Schröder im Strafraum: Elfmeter. Diesen übernahm der Gefoulte dann gleich selbst – nach einer tollen Parade von Sebastian Pundsack verwandelte er den Nachschuss zum 1:0 für die Gäste (27.). Nur eine Minute später erhöhte Schröder zum 2:0.

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Doch das Tor hätte laut der VfL-Trainer Bragula und Marco Elia nicht gewertet werden dürfen, da ihm ein „klares Foul an Flege“ vorausgegangen sei. „Die ersten beiden Tore waren irregulär nach Fouls“, meinte Bragula.

In der zweiten Hälfte versuchten die Wildeshauser, mehr Zugriff aufs Spiel zu bekommen. Doch ein schöner Spielzug über rechts nach rund 54. Minuten endete nach toller Hereingabe von Maximilian Seidel nur in einer Ecke, da die Meller Abwehr gut klärte. In der 71. Minute wurde die Arbeit der VfLer erstmals belohnt: Erneut Seidel erreichte von linksaußen den eingewechselten Rene Tramitzke, der den Ball direkt vorm Tor zum 1:2-Anschlusstreffer einköpfte.

Doch die Freude hielt – vorerst – nur fünf Minuten. Nach einem Foul in der Meller Hälfte spielten die Gäste schnell nach vorne und Jonas Strehl verwandelte zum 3:1 für den SC. Dann traf David Liegmann bei gleich zwei Chancen nur das Aluminium vom VfL-Tor. „Die müssen das 4:1 und 5:1 machen – jetzt haben wir sie bestraft und fertig“, fasste Bragula die folgenden Minuten zusammen.

In der 90. Minute rettete Sebastian Bröcker einen Ball an der linken Torauslinie und legte kurz auf Lennart Flege vor, der zum 2:3 verkürzte. Zwei Minuten später zog Sascha Goerke kurz vorm Strafraum ab, traf zum 3:3-Unentschieden und die VfL-Bank stürmte jubelnd auf den Platz.

„Unser Thema vor dem Spiel war tatsächlich Mentalität“, lachte Bragula, nachdem sein Team das Remis gefeiert hatte. Es gehe darum, mehr zu laufen, zu sprinten und zu kämpfen als der Gegner. „Wir haben das Unentschieden erzwungen.“ Auch wenn es das mit Abstand schlechteste Spiel der Saison gewesen sei, bei dem man zudem kurzfristig auf Storven Schlicker (Magen-Darm) habe verzichten müssen, so Bragula.

„Es freut mich vor allem, dass Rene Tramitzke sein Tor macht. Er ist ein wichtiger Mann für die Mannschaft und belohnt sich damit“, lobte Bragula den Einwechselspieler. Mit Willen und Körpersprache das Unentschieden erzwungen – Bragula: „Ich bin völlig fertig.“

Ellen Kranz Reporterin / Reportage-Redaktion
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