Kirchhatten Die Fußballkreise Oldenburg-Land/Delmenhorst, Oldenburg-Stadt, Ammerland, Wesermarsch, Friesland und Wilhelmshaven machen gemeinsame Sache – und das im großen Stil: Die sechs Verbände des niedersächsischen Fußballverbandes streben zur Saison 2016/17 die Fusion zu einem Großkreis an und würden damit die vom DFB im Masterplan geforderten Kriterien erfüllen.

„Nur gemeinsam sind wir in der Lage, den Masterplan umzusetzen“, betonte Hartmut Heinen, Vorsitzender des Kreises Oldenburg-Land/Delmenhorst, während der Arbeitstagung „seiner“ Vereine im Schützenhof Kirchhatten am Montagabend. An gleicher Stelle hatte er im Sommer vergangenen Jahres über die Pläne des DFB bereits informiert und von den Vereinsvertretern die Zustimmung erhalten, die Gespräche mit den anderen Kreisvorständen aufzunehmen. „Wir haben uns zusammengesetzt und diskutiert, wie wir den Masterplan umsetzen können“, sagte Heinen. Dieser Plan, der die drei Handlungsfelder Kommunikation, Entwicklung des Spielbetriebs und Vereinsservice bündelt, sieht unter anderem größere und leistungsstärkere Regionen vor.

Aktuell sei der eigene Kreis mit 420 Mannschaften sehr gut aufgestellt – wesentlich besser als Ammerland (338), Oldenburg-Stadt (284), Friesland (194), Wesermarsch (184) und Wilhelmshaven (102). „Mein Bauchgefühl sagt mir, dass wir es auch erstmal alleine schaffen können“, gab Heinen zu. Langfristig wäre allerdings – gerade im Jugendbereich – kein eigener Spielbetrieb möglich. Heinen: „Die anderen fünf Kreise haben sich bereits für den Großkreis ausgesprochen und ihre Absichtserklärung auf dem Bezirkstag vorgelegt. Deswegen sagt mir mein Verstand, dass auch wir beitreten sollten.“

Der geplante Zusammenschluss würde einige Veränderungen für den Spielbetrieb, vor allem in den oberen Ligen, mit sich bringen. „Neu“, so erklärte Horst Rickels (Oldenburg-Stadt), „wäre eine Staffel zwischen der Bezirks- und Kreisliga. Das wäre die oberste Staffel des Großkreises als leistungsstarker Übergang zur Bezirksebene.“ In diese würden nach dem aktuellen Modell nach der kommenden Saison die Teams auf den Rängen zwei bis vier der drei Kreisligen, fünf Aufsteiger aus den 1. Kreisklassen sowie drei Absteiger aus der Bezirksliga spielen. In Zukunft sei eine Sollzahl von 16 Mannschaften geplant. Darunter würde es vier Spielebenen geben, wobei sich hier die Veränderungen für die Teams in Grenzen halten. Ähnlich sieht es im Bereich der Junioren aus, für die Horst Walde ein umfangreiches Konzept präsentierte.

Die Entscheidung pro oder contra Großkreis liegt nun bei den Vereinen, von denen am Montag bis auf den SC Colnrade alle vertreten waren. Dabei schienen die Meinungen durchaus etwas auseinander zu gehen. Während Marc Wulferding vom Harpstedter TB die geplanten Änderungen für den Seniorenbereich als „positiv“ empfand, äußerten Marco Castiglione (Jahn Delmenhorst) und Klaus Panzram (VfL Stenum) Bedenken hinsichtlich weiterer Fahrten oder höherer Schiedsrichterkosten. „Das sind Detailfragen, die können wir alle noch klären“, entgegnete Heinen.

Bis Monatsende sollen sich die Clubs entscheiden, dann werde es eine weitere Arbeitstagung geben. Am 5. März treffen sich die sechs Kreisvorsitzenden mit dem Niedersächsischen Fußballverband.

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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