Regionalliga-spieler TomislaV Delinac verstärkt Neerstedt

In Oldenburg präsentierte der TV Neerstedt überraschend einen Neuzugang: Tomislav Delinac (Bild) kam vom Regionalligisten TSV Bremervörde und wird ab sofort den linken Rückraum des TVN verstärken. Der 23-Jährige, dessen sportliche Laufbahn bei der SG Wilhelmsburg begann, war in Bremervörde zuletzt unzufrieden und hatte mehrere Angebote vorliegen, hat sich nun aber für Neerstedt entschieden. Der Einstand fiel mit vier Toren und einer Roten Karte (58.) durchwachsen aus. Allerdings war der Neue mit der Rückennummer vier in die Abwehrarbeit schon überraschend gut integriert. Der gebürtige Hamburger übernahm viel Verantwortung, auch wenn er mit Blick auf die 40 Gegentore bemerkte: „Die Abwehr muss noch besser werden.“ Auch in der Offensive kann der 100 Kilogramm schwere und 1,98 Meter große Delinac in Zukunft sicherlich eine Entlastung für Rückraumspieler Nicolas Baris darstellen, mit dem der Jurastudent eine Fahrgemeinschaft aus Bremen bilden wird.

Neerstedts Betreuer Tom Meier sprach von „Torso“ und „Hühnerhaufen“. Trainer Dirk Franke war sprachlos.

von andreas lehmkuhl OLDENBURG - Gerne denken Spieler und Verantwortliche des Handball-Oberligisten TV Neerstedt an das Hinspiel gegen den Oldenburger TB zurück, konnten sie doch gegen den Mitaufsteiger den ersten Saisonsieg verbuchen. Eine Bestätigung dieses Erfolges blieb dem Team von Dirk Franke allerdings am Sonnabend im Rückspiel verwehrt: Mit einer 35:40 (16:20)-Niederlage im Gepäck mussten die Neerstedter die Heimreise antreten.

„In der Abwehr wie ein Torso und im Angriff wie ein Hühnerhaufen" kritisierte Betreuer Thomas Meier dann auch die Leistung, während der enttäuschte Trainer Dirk Franke lieber erst gar nichts sagen wollte.

Dabei begann die Partie durchaus positiv für den TVN. Die 120 Zuschauer in der Halle am Haarenesch sahen zu Beginn ein gutes Spiel der Gäste. Durch beherztes Zugreifen in der Abwehr verhinderte der TVN viele Wurfversuche des OTB bereits im Ansatz und kam vor allem durch den flinken Tim Schulenberg im Angriff schnell zum Abschluss. Auffällig war, wie gut der erst am Freitag vom Regionalligisten TSV Bremervörde verpflichtete Tomislav Delinac in die Abwehrarbeit integriert ist.

In der 25. Minute kam der Bruch im Neerstedter Spiel: Beim Stand von 16:15 für den OTB verhängten die Schiedsrichter innerhalb von 45 Sekunden drei Zeitstrafen gegen das Franke-Team – drei Gegentore waren die Folge.

Diese hektischen Minuten schienen auch im zweiten Abschnitt noch in den Köpfen der Neerstedter herumzuspuken. In der Abwehr fehlte nun die Konsequenz, und im Angriff wurde überhastet durch die Mitte geworfen. Die Außenspieler kamen nicht zum Zuge. Folgerichtig vergrößerte sich der Vorsprung der entschlossener wirkenden Oldenburger Tor um Tor.

Tim Schulenberg, der nach gutem Beginn zwischenzeitlich komplett abgetaucht war, fasste sich beim Stand von 21:31 (43.) noch einmal ein Herz und warf in kurzer Zeit vier seiner insgesamt zwölf Treffer. Doch näher als auf fünf Tore kam der TV Neerstedt nicht heran.

„In der ersten Halbzeit haben wir gut mitgehalten. In der zweiten war viel Sand im Getriebe, was die Oldenburger auch gut ausgenutzt haben“, analysierte Schulenburg treffend. Knackpunkt waren dabei sicherlich die drei Zeitstrafen gegen Ende der ersten Hälfte. Dementsprechend wütend war auch Betreuer Meier auf die Unparteiischen: „Die drei Zeitstrafen waren – vorsichtig ausgedrückt – unglücklich und ein Zeichen der Hilflosigkeit der überforderten Schiedsrichter. Aber in der zweiten Hälfte war dann auch unsere eigene Unentschlossenheit und die Cleverness der Oldenburger entscheidend.“

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